Koh Tao, 2. Woche

Donnerstag, 12.3.

Neues Mädel, Strandspaziertag mit Dinner am Sai Nuan Beach.

Vorher Kuscheltime mit einem süßen RastaWischMopp.

Es ist immer wieder schön, jemandem ‚meinen‘ Geheimstrand zu zeigen. Danke, lieber Nori.

Heute ist der 1.Tag, an dem ich die halbe Dosis Olumiant einnehme. Weil ich lange keine Schmerzen hatte. Das linke Handgelenk sieht wieder ziemlich gut aus. Belasten kann ich beide aber noch nicht.
Irgendwas passiert, kippt, sinkt in mir. Der Esprit.
Alles ist nicht mehr so bunt, der innere Stolz hat keine Kraft mehr. Hitzedepression kündigt sich an.

Freitag, 13.3.

Zimmertag.
Abends 1 h SUP, weiteres Training für die Arme, neben Schwimmen.
Dann hot stone, mein Lieblingsabendplatz.
Dennoch fühle ich mich traurig, alleine.
Mal abgesehen davon, dass die Kreditkate noch nicht da ist, würde ich gerne wieder aktiver werden. Meine Suche nach Gua Sha Kursen in Thailand ist frustran. Ich dachte ja, ich könnte so einen Kurs auf Koh Phangan, der Nachbarinsel machen. Finde aber nur Angebote auf Thai in Bangkok und englischsprachig nur in Chiang Mai. Da hat es neben der – wohl regelmäßig um diese Jahreszeit – immer brutaler werdenden Luftverschmutzung, satte 38°!

Immerhin gebe ich mir selbst eine ordentliche Massage für die rechte obere Extremität mit meinem GuaShaHorn.

Samstag 14.3.

Strandhopping.

Erst einmal auf der Hauptstraße quer über die Insel.

Dann an der Küste zurück.

Mir geht es wieder prima.

View point des View Point Resort, Blick zum FreedomBeach

Zwischendurch immer wieder Schnorcheln. Und abends bin ich wieder mal am Sai Nuan Beach…

Sonntag 15.3.
Mit Albin quatsche ich nach dem FS am Rauchertisch.
We get on well und plötzlich reden wir uns über alle Themen, die wir so auf Lager haben den ganzen Tag die Hucke voll. Inclusive spätem Lunch.
„Ich muss dringend auf Klo und was essen, weiß nur nicht in welcher Reihenfolge.“ Da ist es schon 14:30.

Albin unterscheidet zwischen Party backpackern und suchenden backpackern.

Ich aktiviere mich kurz vor Sonnenaufgang doch in die weite Welt hinaus und lege mich mal wieder für Stunden auf den Heißen Stein…

Auf dem Weg nach Hause:
Was machst du denn hier?

A bit hot, yah?

So ein liebes Schweinchen. Völligst tonusreduziert, grinst fein und schmatzt ab und an zufrieden vor sich hin.

Montag, 16.3.

Ich male morgens Andre fertig, gehe zum secret beach schnorcheln, hänge im Bett ab. Heißer Stein

Dienstag, 17.3.

Zum Test, obs geht und zur Sicherheit, weil die KreditKarte noch nicht da ist, tätige ich eine Western Union Überweisung an mich selbst.
Die letzten Tage habe ich dauernd Gespräche mit jedem, googlen nach infos. Bin unentschieden: verlängern oder heimfahren?

Es ist jedenfalls klar, dass wir nicht mehr weiterreisen. Kaum noch Länder offen.

Heißer Stein, kein Sonnenuntergang, kaum Sterne.

Ein Zimmergenosse steckt mir, dass der Brief (mit der Kreditkarte) da ist. Yepp! 😀

Mittwoch, 18.3.

Mit einem deutschen Mädel morgens vor ihrer Abfahrt an den secret beach. Die Sicht ist besser. Ein Wechselfisch: zwischen sandfarben mit braunen Tigerstreifen und natogrün mit hellblauen Punkten!
Tanz mit Nadelfischen.
Erster Igelfisch mit CamouflageMuster und riesigen Robbenaugen.
Roland aus Würrrzburrrch taucht auf. Er lebt seit dreißig Jahren auf der Insel und kostenlos in einem alten Bungalow – das Resort gehört wohl einem Freund – in der secret beach Bucht.

Lange unterhalten wir uns. Unter anderem springt für mich die Empfehlung dabei heraus: geh doch zu Johnny’s travel agency. Die wissen am ehesten alles über Visa und co.

Wieder im Hostel muss ich 5 junge Leute verabschieden. Unter anderem Albin.
Nach langer OrgaMittagspause bewege ich mich mal zur Agency.
Ok, ich gehe nächste Woche nach Koh Samui und verlängere von 1.4. zu 30.4. (Kann ich ja trotzdem jederzeit heimfahren, wenns pressiert. Aber ich hab dann auch die Optionen offen, zu bleiben.)

Heute gönne ich mir Super Tuna im Starlight am secret beach!

Die beiden ThaiMädels sind mit mir die einzigen Gäste im Restaurant.

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Was bisher noch zu kurz gekommen ist:

Jeden Tag, andauernd, halten wir den Informationsfluss am Laufen. Morgens beim Frühstück, auf dem Zimmer, bei Strandspaziergängen…

…immer, immer wird darüber geredet: bleibst du, wohin gehst du, welche Länder sind gesperrt…der Flug gestrichen…etc. außerdem regen die Gespräche oft dazu an, etwas bestimmtes, wie Flüge oder auch zum xten Mal über Reisewarnungen nachzugooglen. Mal zu fragen, ob die Boote noch täglich alle Inseln und das Festland anlaufen, etc.

Ich habe mich am Montag, 16.3. in die Kriesenvorsorgeliste eingetragen. Allerdings bisher keine email zu aktuellen Reisebestimmungen in Thailand bekommen. Thailand hat im Moment nix dagegen, die Touristen zu behalten. Die meisten sind dennoch schon weg. Der Tourismus in Thailand war diese Saison eh mau. Koh Tao war allerdings in meiner ersten Woche noch recht bevölkert. Wegen der vielen Motorbikes konnte man kaum über die Straße gehen.

Wäre prima, ich könnte sagen: dieser Tage wird es schön ruhig. Ist eher spooky still ob des Grundes dafür.

Meine sich eventuell schnell ändernde Entscheidung zu diesem Zeitpunkt:

Ich bleibe noch bis Dienstag da und fahre dann mit dem Boot nach Koh Samui, wo ich im Immigration Center mein Visum vom 1.4. auf dem 30.4. verlängern lasse. Mehr geht zumindest unter normalen Umständen nicht. Eventuell fahre ich zurück nach Koh Tao. Ist doch nett, hier.

Ich tät ja auch gerne innerhalb Thailands reisen, ist aber überall noch heißer. Dieser Umstand (gefühlte 35° bei Tag und Nacht) erschwert mir ja auf Koh Tao bereits die aktive Tagesgestaltung. Ist keine Klage!

Ich genieße es in vollen Zügen, faul zu sein, solange ich davon nicht so abschlaffe, wie Schweini.

Wenn ich das richtig einschätze, bin ich trotz allem noch überdurchschnittlich aktiv.

Und ich bin noch lange nicht fertig mit Erholen. Wenn ich bedenke, in welchen desolaten Zustand mich die Ereignisse der letzten Wochen zu Hause versetzt haben. Und darüber hinaus, wie ungekannt ich noch Wochen und Monate danach auf stressige Situationen, wie der Aufenthalt in GroßstadtBahnhöfen, reagiert habe. –

Außerdem brauche ich lange, gute Zeiten der Ruhe, um die Überfülle an sich stetig ändernden Informationen, Gedanken und Optionen zu Entscheidungen auskristallisieren zu lassen.

Übrigens gebe ich recht wenig Geld aus. Die Übernachtung inclusive königlichem Frühstück…

mit täglich Bananenkuchen, täglich wechselndem weiteren Gebäck, Pancakes, fried rice, Möhrenstreifen und jeder Menge Obst (wobei ich mir 3-5 solcher Teller reinhaue) kostet gut 5€. Eine billige  Restaurantmahlzeit gönne ich mir am Tag und einen Fruchtshake (Mango oder Cokos, mmmmh!). Das macht nochmals ca. 5€ (Der Tuna war eine rühmliche Ausnahme, die ich auf jeden Fall wiederhole). Und dann etwas Picknick für die dritte Mahlzeit. Macht durchschnittlich etwa 15€ pro Tag und mit weiteren Extras (wie sündhaft teurer Sonnenmilch) 500€/ Monat. So, no worries.

Das Rheuma Medikament Olumiant reicht aktuell bis Anfang Juli, sicher kann ich es noch weiter strecken.

Die leere Packung könnte sich ja ebenfalls zu einem worse case entwickeln, falls keine Flieger gehen. Mache ich mir aktuell aber keine Sorgen. Zur Not gibts immer Cortison. Die Auslandskrankenversicherung, die erstmal bis 27.4. läuft, kann ich jederzeit vor Ablauf verlängern. Wäre ziemlich saudumm, wenn ich das vernachlässigen würde, right?

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