Koh Tao

Dienstag, 3.3.

Flug von Mandalay nach Surat Thani

Mittwoch, 4.3.

BankNerverei ohne Worte.

Superkurzgefasst: den ganzen Tag bis in die Nacht telefoniert, auch mit INGTelefonChefe (da kann ich Ihnen auch nicht helfen, obwohl ich mir gut vorstellen kann, wie es Ihnen jetzt geht. Ich nehme Sie heute Nacht auch sicher mit nach Hause. Sie haben doch onlineBanking. Fragen Sie doch eine Person Ihres Vertrauens, ob die Ihnen was abhebt…), als meine Girokarte, die nun eigentlich funktionieren sollte, gegen 22:30 Uhr dreißig nach unendlichen Versuchen in unzähligen ATMs plötzlich einbehalten wurde.

Mit zitternden Lippen stehe ich davor und versuche, zu begreifen, obwohl ich es nicht will.

“Nein…Nein!“

Jetzt habe ich gar keine Karte mehr. Und die neue VisaCard fliegt wochenlang nach Thailand…

Essen ist auch erstaunlich schwer zu finden.

Requiescant in pacem.

Vegetables? No have!

Dann eben Obsttag.

So golden gefallen mir die Flattermänner auch besser

Donerstag, 5.3.

Der 7:30 Uhr pPickUp kommt zu früh, dabei ist das kostenlose FS so wichtig! Mache ich mir noch schnell die zweiten 4 Toasts fertig.

Schedule ist geändert, erst der PickUp Mann sagt, wir fahren vom Pier in Surat Thani noch ne Stunde Bus.

Der Junge, den ich beim AufDenBusWarten treffe, geht auf der Winzinsel Koh Tao Volunteeren. Prima, neben SleepingOnTheBeach eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen und eventuell doch nicht zu verhungern, bis hoffentlich meine Kreditkarte ankommt.

Unser Schiff hopped von Koh Samui über Koh Phangan nach Koh Tao, anstatt direkt nach Koh Tao zu fahren. Fürs letzte Stück steigen Konstantin und Vivian zu. Im Laufe eines angeregten Gespräches erwähne ich bloß das Malheur mit den Karten. Konstantin gleich: ich helf dir!

Auf Koh Tao erstmal gemeinsam Kaffee trinken, Geld überweisen und von den netten jungen Leuten abgehoben kriegen ist eins.

Ich bin wieder reich!

Aus lauter Dankbarkeit lade ich die zwei natürlich für morgen zum Abendessen ein!

Freitag, 6.3.

Nori, der überdrehte ältere Japaner, der ein Bett neben mir schläft, zeigt mir heute nach dem FS den Zugang zu seinem Geheimstrand.

Netter InselErkundungsSpaziergang mit drei Schnorchelgängen.

Die deutsche Familie vom FS mit zwei zuckersüßen Hopsern treffe ich am 3. Platz, dem Sai Nuan Beach. Er isst Käse!!!! Schneidet Scheiben von einem ganzen Stück!!!

Wenige Sekunden später weiß ich, wos den gibt.

Nach einem Powernap zu Hause geh ich mal nach nebenan. Zufällig ist da die gleiche Bank, die auch meine GiroKarte verschluckt hat. Ok, ich kann die Karte auf der Weiterreise in Surat Thani abholen. Weiß garnicht, ob ich sie überhaupt haben will. Funktioniert ja eh nicht. Hab aber auch vergessen, meine Hostelschlüssel abzugeben… kann ich ja dann gleich beides erledigen.

Der Kunde nach mir ist Romke. Hat beim letzten Withdrawel seine Karte im Automaten vergessen. Da geht mein Helferherz natürlich auf. Sowieso und weil ich gerade noch so extrem dankbar bin, dass mir so unkompliziert und freundlich geholfen wurde.

„Ich würde dir ja gerne für dich was aus dem Automaten ziehen. Aber ich hab ja selbst keine Karte.“

Allerdings weiß ich, wie hungrig Geldlosigkeit macht. Und schwups ist Romke zum Sonnenuntergangspicknick mit Käse und zum Dankbarkeitsabendessen mit dem Paar Vivian und Konstantin eingeladen.

Schöner lustiger Abend.

Samstag, 7.3.

Ich lieg den ganzen Tag mehr oder weniger nur im Bett rum und schäle mich zum Sonnenuntergang

und einem späten Dinner aus den Federn.

Sonntag 8.3.

Zwei deutsche Mädels wollen mit mir motorbiken gehen. Aber ich traue mich weder zu dritt, noch selbst eins zu fahren.

Dafür habe ich girly Einkaufsglück, gehe schnorcheln und treffe mich später mit Romke, der mich über die Insel fährt.

In dem Kloster, das wir auf dem Berg entdecken, würde ich gerne volunteeren,

um den Drachen fertig zu malen.

Noch mehr schnorcheln. Ich sehe meinen ersten und recht großen Barrakuda und zwei Blaupunktrochen.

Das Wasser ist brühwarm und durch einen jährlichen (Plankton?)Strom von irgendwoher ist die Sicht nicht super. Es gibt kaum lebende Korallen. Und da wirken selbst die bunten Fische ausgebleicht. Schnorcheln ist trotzdem schön.

Zum Sonnenuntergang…

…haben wir ein nices billiges Dinner am 3. Strand.

Montag, 9.3.

GirlyTag. Chiara und Nina zeige ich den ganzen Tag (ab 11, oh, was trödeln die beiden lieben Mädels so!) meine Geheimstrände. Wir genießen die schöne üppige Natur.

Am ersten Schnorchelspot finde ich unter Wasser, festgezurrt an ein paar dieser kurzen fleischigen Wasserpflanzen, ein Bikinioberteil. Ich weiß nicht, was mich getrieben hat, es mizunehmen. Will am Strand gerade damit rumwedeln und meine Mädels fragen, wers haben will. Ein einziges Paar liegt am Strand. Da springt die Dame schon auf: „Oh, das ist meiner, oh Danke, ich habe ihn gestern hier vergessen und dann kam die Flut…“

Ein paar Minuten später schenkt sie mir ein Armband!

Sie war gerade dabei gewesen, es zu knüpfen. Eigentlich sollte es zu Hause auf Sardinien verkauft werden.

Dann gehts weiter in Noris Fußstapfen. Natürlich machen wir auch GirlyFotoSessions…

…und bleiben bis zum Dinner am dritten Strand.

Da sehe ich übrigens einen ordentlichen BlackTipReefShark.

Wir sind drei voll feine Singles. Was ist los mit euch Männern?

Dienstag, 10.3.

Heute mache ich endlich meine geplante ‚Wanderung‘ nach Au Luek. Auf die andere Seite der Insel.

Nervig, diese Bezahlstrände! Ich will garnicht an den Strand. Ob ich ohne Bezahlen durchlaufen kann, um einen anderen Weg wieder hochzugehen? Natürlich nicht!

Drehe ich mich kurz entschlossen auf den Fersen um – der steile Weg durch die brüllende Sonne ist jetzt viel kürzer – und finde, dank maps.me, den Pfad nach nebenan, hinunter zu den großen runden Granitsteinen. Da habe ich zwischendurch sogar eine hübsche Aussicht auf Ao Luek.

Ich stapfe durch verwilderte Natur…

…und finde ein verlorenes Paradies.

Ein eingewachsenes Restaurant und mehrere Bungalows mit Meerblick.

Der süße Matz bewacht die alte Küche.

Schließlich finde ich den alten Pfad nach unten…

…und habe einen nicen, ein wenig abkühlenden Swim incl. BabyShark.

Zum Nachbarstrand möchte ich gerne rüberklettern. Erst über die dicken runden Granitsteine dann über ausgewaschene Felsen. Ein Spalt…

…hindert mich nicht am Weiterkommen. Ich muss bloß recht lange nach der Stelle suchen, an der ich mich ohne weiteres rübertraue.

Leider ist der nächste Spalt echt zu groß. So muss ich mich mit der Aussicht auf Ao Hin Ngam…

…begnügen und zurückklettern.

Mein nächster Snorkeltrip geht bis in diese Bucht. Ich bin froh, dass meine Arme schön mitmachen. Übrigens habe ich die ganze Zeit, auch im Wasser, meine weiße Bluse mit Kapuze an. Ich habe nirgends so viele Menschen mit Sonnenbrand gesehen, wie auf dieser Insel. Bei paar 30° (nachts kühlt es runter auf 27°, aber nicht in unserem Dorm, weil seit zwei Nächten irgendein Trottel die Balkontür zumacht) ist es schon morgens um 8te angenehm brüllend heiß.

KokosSprossen

Kurz zu Hause, dann 4h mit Picknick auf einem großen Stein.

Außerdem ist Vollmond. Den besinge ich natürlich wieder. Zum dritten Mal in Thailand.

Mittwoch, 11.3.

Wunderbar: ein Tag gefüllt mit Nixtun.

Die Sonne zieht vorbei…

…mein zweiter Schattenplatz am Strand: ups…

…das soll man ja (‚aus nahe liegenden Gründen‘, jetzt weiß ich endlich, was das heißt) nicht machen. Muss ich noch mal Umziehen.

Vielleicht wollten mir die beiden nassen Stinkehunde genau das sagen, als sie plötzlich bei mir auf der Matte standen, triefend und sandig und mich so mit schief gelegtem Kopf anguckten: ‚meinste echt?‘

Heute am Tag habe ich mich erstaunt gefragt: ‚wie konnte ich es gestern Abend auf dem Stein 4 Stunden aushalten?‘

Jetzt bin ich wieder da, schon 2 h. Der Stein ist immernoch schön warm. Auf dem ruhigen Meer, das Wasser ist wieder wie Öl, dümpeln eine Menge Schiffe. Die Lichter der ‚Stadt‘ auf der anderen Seite der Bucht spiegeln sich in langen verzerrten Streifen im Wasser. Gedämpft weht LiveMusik herüber. Dieselben Lieder habe ich ein paar Abende zuvor schon einmal gehört, als ich nebenan aß.

Ab und zu weht auch ein laues Lüftchen, Wetterleuchten. Selten ein kleines Wellengeplätscher. Über mir der Orion…

Ich träume so vor mich hin, zufrieden, mit Käsegeschmack im Mund.

Und mag nicht heim.

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