Chiang Mai extended version

Weil ich ja noch garnix gemacht hab in Chiang Mai oder Thailand überhaupt, habe ich mein Visum verlängert. Außerdem ist mir noch nicht nach Badeurlaub am Meer und schon garnicht nach Arbeiten am Inle Lake. Nach langem Überlegen und Buchen versuchen fülle ich die Zeit mit 2 Tagen Jungletrekking und 5 Tagen Massageschule.

Jungle Trekking

Donnerstag, 2.1.

Meine erste halbwegs sportliche Unternehmung. Nach so langer Zeit!

Ist alles halb so wild. Der ‚jungle‘ itself, aber auch das Trekking. Im Grunde gehen wir immer nur eine halbe Stunde, um an einem Wasserfall…

…oder in einem Dorf…

…1 Stunde Rast zu machen.

Die Schule

Immerhin gehe ich mal nennenswert mehr, als ein Stockwerk rauf und runter. Trotzdem hat unser Ausflug das Wort Trekking keineswegs verdient. Und ich bin auch noch ganz froh drum. Hat gut gepasst.

Nur der Anführer ist echt unfreundlich. Er ist von dem Bergvolk der Karen. Mit viel Liebe im Herzen frage ich ihn nach der Geschichte seines Volkes und so. Da taut er durchaus auf.

Unsere Schlafhütte finde ich super.

In diesem Haus bekommen wir prima essen.

Das ist die Küche

Zur Nacht haben wir ein prima Lagerfeuergelage. Der Guide der Koreaner mag mich irgendwie und gießt mir dauernd ‚happy rum‘ nach. Ein von den locals selbstgebrannter Reiswein. Der viel leckerer schmeckt als Sake, Soju und Miletwein zusammen. (Zum ersten Mal wieder Alk nach unvorstellbar langer Zeit.) Und dann freuen sich die Großstädter, dass sie ein paar Sterne sehen können.

Freitag, 3.1.

Ein letzter Wasserfall…

… der ist richtig schön. Er fällt über eine Galerie…

…und in der befindet sich auch ein kleiner Tempel.

Dann gibts erstmal Lunch. Endlich fahren wir zu den Elefanten.

Die kommen anfangs ganz schön zügig auf uns zu. Dann beruhigen sie sich. Bei der Raubtierfütterung…

…mit einzelnen Bananen dreht die ältere (27) wieder bisschen auf. Richtig fein finde ich, die dünnhäutigen Dickhäuter zu streicheln. Auch, wenn sie deutlich eher an Bananen interessiert sind.

Dann das obligatorische Elefantenbaden.

Die kleine macht sich grad zum Kacken bereit.

Ich bin die Tage kein einziges Mal nass geworden. Zwar bin ich zu den Elis ins Wasser, hab mir aber nicht mal mein Höschen nass gemacht. Muss noch bisschen krank sein. Auf das Rafting…

…hab ich überhaupt keine Lust: eine Stunde mit nasser Hose auf Bambusrohren sitzen. Stattdessen warte ich am Ankunftsort und schnabbel selbst Bananen.

Samstag, 4.1.

Zum Jungle und zurück haben wir in einem dieser offenen share Taxis gesessen. So zugig, dass ich mir eine leichte Blasenentzündung geholt habe, obwohl ich mich ordentlich eingepackt und noch extra viel Jacke auf meinen Bauch gepresst habe. Nu hab ich keine Lust, das Wochenende mit einer Fahrt nach Pai zu füllen. Dort soll es sehr schön sein. Ca. 4h Fahrt, 1000 Kurven den Berg rauf.

Statt dessen schieb ich ne ruhige Kugel und spaziere erstmal zum Morningmarket für die nächste Obstparty.

Auf dem Balkon quatsche ich Sean Griffin an, der länger als die paar angekündigten Minuten bleibt. Er erzählt mir, dass es im Norden ein Hotel gibt mit einem Schwimmbad auf dem Dach.
Wir reden über Beziehungen, Lebensentwicklung, wie kann ich mich wirklich von meinen Prägungen lösen? …Dann über Kunst und schließlich scheitert er daran, mir seine neu erstellte Webseite zeigen zu wollen und dampft entnervt ab.

Später im Park zeigt mir Bart ein neues Kunststück. Ich muss ja immer Jungs fragen, die recht kräftig aussehen und es auch sind. Zwar wiege ich bloß noch 65 kg, ist aber immernoch superdeutlich mehr, als die ganzen spackeldürren Mädels dort zuwaage bringen.

Nachdem ich die Übung (ein Kopfstand, meine Schultern auf seinen Händen, meine Hände an seinen Beinen, die ich von mir wegdrücke) endlich hingekriegt habe, entdecke ich Ruben mit seiner Ukulele auf der Wiese und habe eine nette Zeit mit ihm.

Dann wackel ich rüber zum Massagehaus im Wat (Tempel) Pan Whaen. Bekomme aber nicht die ersehnte HerbalBallMassagae, weil alles fully booked.

Von dort ist es nicht weit zum SaturdayNightMarket. Lecker, lecker Eis! Oh ich liebe diese quaderförmigen Eisblöcke. Am liebsten mag ich KokosCream. Aber ich muss natürlich alles mal ausprobieren, außer Macha, Kaffe und Schokolade. Und schlage Omas Ansage (ein Eis am Tag genügt) in den Wind.

Sonntag, 5.1.

Der Massagemann kümmert sich fast nur um meine Hüfte, obwohl ich auch um Schultergürtel/Nacken und Handgelenke bitte. Hüfte (Arschbacke) findet er wohl interessanter. Tatsächlich kann ich danach besser im Schneidersitz zitzen. Wegen der ultraverspannten Hüftmuskulatur, die den mangelnden Halt im Hüftgelenk (Hüftdysplasie) ausgleichen will, kriege ich den nämlich nicht richtig hin, obwohl ich seit Nepal recht häufig übe. Insofern ein erster medizinisch relevanter Massageerfolg.

Auf dem Sundaynightmarket erstehe ich Pandan/ButterflypeaTee…

…den ich mir fortan jeden Abend aus Relaxationsgründen koche. Außerdem drei Eis und 1 Stunde Nacken/Fußmassage. Auf diesem pressvollen trubeligen Markt stehen nämlich auch alle hundert Meter so zwanzig dreißig Plastikstühle in der Reihe, wo man sich für kleines Geld öffentlich ne Massageeinheit holen kann.

Die machen ganz liebe ThaiHippieMusik und sind auch auf den amerikanischen 70ern hängen geblieben.

Das Wassersafteis finde ich auch sehr lecker.

Montag, 6.1.

Heute muss ich früh aufstehen. Es geht schließlich zur Schule am anderen Ende der Stadtmauer. Ca. halbe Stunde Wackelei dahin.

Chi Nei Tsang. Es ist eine traditionelle chinesische Massagetechnik und bedeutet so viel wie die Chi-Energie im Verdauungstrakt (durch Massage) anzuheben.

Wir Schüler sind zu viert. Das sind immerhin Erfahrungen an drei verschiedenen Bäuchen.
Bin ganz happy mit dem Unterricht, schön strukturiert und auch der Ablauf der Massge ist grundsätzlich immer gleich. So mag ich das. Dann kann man sich immernoch an besonders verpannten Stellen länger aufhalten.

Wir lernen auch, dass die verschiedenen Organe emotionale Entsprechungen haben. Zum Beispiel Leber/Wut. Da haben wir ja auch sie Laus drüber.

Mein Lunch soll heute mal wieder mein lieblings green curry am NorthGate sein. Ist aber diesmal viel zu süß. Und ohne die tollen Kräuter.
Im Supermarkt kaufe ich endlich wieder Dates. Und…

…Brot! Im Gegensatz zu SpongeToast aus dem 7/11.

Das Hotel mit dem Schwimmbad ist gleich nebenan, hab ich aber keine Lust.

Insa hat sich inzwischen bei uns einquartiert. Sie lässt sich gerne darauf ein, Übungsopfer für meine erste Massagesequenz zu sein und geht mit mir in den Park. Sie machte schon in Hamburg AcroYoga! Also haben wir eine Runde Spaß. Rene hilft uns mit ein paar Übungen und mit Christof kriege ich den Schwung zum ‚Star‘ hin.

Abends endlich wieder Dinner in der Streetkitchen bei der lieben Nok. Zufällig schlägt auch Insa hier auf, als sie mich sieht.
Danach noch ein nettes etwas offeneres Gespräch mit Insa auf dem Balkon. Unsere sanfte Frauenpower tut mir gut.

Dienstag, 7.1.

Die anderen drei Schüler machen nachmittags prallel den zweiten Teil der Chi Nei Tsang Ausbildung. Ich habe mich dagegen entschieden. Dann wären die Tage und sogar die Woche pressvoll. Nahezu ohne Tageslicht, wie zu Hause. Außerdem stellt die Massagesequenz von Teil 1 bereits einen in sich geschlossenen Kreis dar.

Als ich so nach Hause schlendere…große Freude! Matteo ist aus den Bergen zurück und wartet auf mich in der Lounge. Wir machen Fotos…

…weil wir kein gemeinsames hatten und für ein gezeichnetes Portrait von ihm und reden, reden, reden!

Bis ich zu meinem Massagetermin im Wat Pan Whaen muss.
Bitte nochmal Balmmassage. Die Hüfte bis Füße und Schultergürtel/Nacken.
Aber ich gerate an eine dumme unsympatische Frau. Sie führt mich wegen dreckiger Füße (schwarz wegen barfuß in Sandalen) vor, wird dann abgerufen, ‚because somebody made an appointment with ME‘.
Statt ihrer taucht nun ein Mann über meiner Matratze auf. Er wirkt jung und unerfahren, andere kichern und er wird immer ruppiger. Macht Hackfleisch aus meinen verspannten Hüftmuskeln. Ich drifte weg und kann nicht mehr sagen, dass es mir zu doll ist, die Bewegungen zu schnell…
Dann fange ich an zu weinen und kann kaum aufhören, obwohl ich mich sehr darauf konzentriere. Are you ok?
Der Mann lächelt mich am Schluss lieb an, sein Gesicht passt nicht zu seinen Händen. Er schenkt mir das angebrochene Glas mit Balm. Aus Nettigkeit oder als ‚Entschädigung‘?
Beim Umziehen muss ich mir Zeit lassen, ich bin sehr traurig und D-States wandern durch mich durch. Siehe Erkenntnisse.

Zu Hause verbreitet Insa bad vibrations wegen des neuen Gastes. Ich mag das Geflüster nicht. Auch mit Kibb, sogar, während der Übungsmassage, was ich aber abbreche. Insa möchte es jedem Recht machen und kann sich nicht abgrenzen. Und beiden möchte ich sagen, sie sollen nicht complainen, außer, es gehe um eine Lösung. Aber ich begnüge mich damit, mein Verhalten danach auszurichten. Und halte mich fern vom Geplapper.

Auf der anderen Seite verstehe ich schon, dass Kibb ein Problem mit ihm hat. Er ist waschechter Nerd (‚a foolish or contemptible person who lacks social skills…‘) und benimmt sich persistent massiv und auch agressiv daneben. Sie hätte ihn eigentlich sofort rausschmeißen können, deswegen. Aber er kriegt dann doch noch die Kurve.

Mittwoch, 8.1.

Schlecht geschlafen, mehr Rheuma, trotzdem höre ich mal mit Cortison auf, bleiern. In der Schule die Frage: kann man auch später noch emotionale Ausbrüche wegen der Massage haben (Lunge/Traurigkeit)? Antwort: ja, sogar noch Tage, Wochen später, auch körperliche Symptomlinderung.

Mein Bauch is a mess. Ich mag vorsichtig behandelt werden. Ist aber alles gut.
Als ich dran bin, immernoch so müde! Floating D-states, aber ich kann mich noch selbst beruhigen und immer wieder in genügend Kraft kommen. Fühle mich von den anderen gedisst, nicht angenommen. In Kraft bleiben, freundlich bleiben, ist ein ‚trotzdem‘. Und kostet mich fast mehr Kraft, als ich habe. Ich nutze aber auch die Tatsache, dass die Massage Ruhe fordert. Durch Langsamkeit gelingt es mir besser, bei mir zu bleiben.

Was ist Trauma, das angetriggert wurde (ganz sicher einiges gestern vom Massagemann, nachdem ich offen dafür war, nach der Schule). Was ist Wechseljahre, was simple Blähung, zu viel des Guten, zu wenig gutes Essen, Entspannung/Zeit für mich…?
Ich frage Om, unsere Lehrerin, siehe Erkenntnisse.

Auf dem Heimweg mag ich mal ein neues Lokal ausprobieren. In eines wäre ich beinahe gegangen. Aber schon beim ersten Schritt erinnere ich mich daran, dass ich auf ‚ohne Fan und AirCondition‘ angewiesen bin. Schließlich finde ich ein untouristisches LocalLokal und bekomme lecker Gemüsesuppe ohne Fan.

Mein Termin im Wat ist geplatzt. Mittlerweile hab ich den Status, nicht nur Termine machen zu dürfen, sondern auch direkt den Masseur zu buchen. Nu, meine LieblingsMassageFrau ist überhaupt nicht da. Krass, hatte selbst daran gedacht, abzusagen, fühle mich kränklich. Bananendessert in der LunchStreetkitchen um die Ecke ist auch alle. Immerhin habe ich meine Verabredungen eingehalten. Ist mir wichtig. Aber jetzt schlafe ich erstmal.

Donnerstag, 9.1.

Wir lernen die letzte Sequenz der Chi Nei Tsang. Ein Mädel aus einem anderen Kurs hat dieses nette Bild gemalt.

Nachmittags fange ich mal mit dem Bild von Matteo an.
Später im Park übe ich ein weiters mal den Star mit Christof.

Diesmal macht ein Mädel ein Foto von den paar Sekunden, in denen ich mich traue, die Hände zu lösen.

Nicht schön…

…aber ich bin ein Acrobat Yogi😀!

Rene macht das

Um 6e dann die Tok Sen Massage mit Nu.

Tok Sen ist eine weitere ThaiSpezialität, die ich ausprobieren mag. Es wird hierbei mit einem Holzhammer rhythmisch auf einen kurzen Holzstock entlang der Energielinien…

…des Körpers gehauen. So, wie der Stock gehalten wird, kriegt man kaum was vom mechanischen Impuls ab. Es ist eher der Ton. Zusätzlich in etwa der Hälfte der Zeit gibt es Elemente aus der normalen Thaimassage. Ah, relax!

Freitag, 10.1.

Heute lernen wir noch zum Abschluss ein wenig die Beine, Arme und den Kopf zu massieren. Die Frau, die die komplette Massage an mir macht, fügt auch die Chi Nei Tsang 2-Sequenz mit ein. Dann bekommen wir unsere Lizenz!
Danach habe ich meine letzte TaiMassage mit Nu im Wat.
Ich bin heute wieder supermüde, gehe dennoch in den Park.
Daniel, den Rene zu Recht den Guru der Gruppe nennt,  denn er ist jeden Tag da und wird nicht müde, sein Wissen und Können auf sehr nette Weise weiterzutragen, bringt mir den Star und andere Details besser bei. Das macht nochmal richtig Spaß und ich fühle mich etwas näher als Teil der Gruppe.

Samstag, 11.1.

Mein letzter ganzer Tag in Chiang Mai. Ich habe überhaupt keine Lust, zu gehen.

Es war Vollmond um halb drei morgens.
Bin aber nicht extra aufgestanden. Heute Nacht reicht auch noch.

Witzig, die Kerne der Jackfrucht…

…essen sich wie Kartoffeln oder Maronen. Kibb hat sie für mich gekocht, nachdem ich gelesen hatte, dass sie essbar sind.
Dann male ich Matteos Bild fertig.

Kibb bewahrt es auf, damit Matteo es am Montag abholen kann, wenn er aus Pai zurück nach Chiang Mai kommt. Freut sich riesig drüber.

Während ich so nett auf dem Balkon sitze, werde ich plötzlich durch den luftzerfetzenden Krach eines Kampfflugzeuges erschreckt. Ihr wisst schon. Die mit den dreieckigen Flügeln.  Es beschreibt drei oder vier ohrenbetäubende Platzrunden über dem nahegelegenen Flughafen. Nicht schön.

Am Nachmittag setze ich mich zum ersten Mal direkt zur AcroGruppe. All die Wochen habe ich erst in gebührendem Abstand meine Kokosnuss gemüpfelt, bevor ich mich hingetraut hatte. Mit Andre, der eine besonders freundliche Ausstrahlung hat, habe ich ein längeres Gespräch.
Dann lockt das Eis im SaturdayNightmarket.

Auf dem Weg suche ich den Mond und finde zu meiner Beglückung einen wunderschönen Platz im Gelände des Nachbartempels.

Manfreds Piano im Handy angeschaltet und MoonSong gesungen. Oh, das erfüllt mich so!

Auf dem Markt kaufe ich ein Stück geschliffenes und poliertes Horn. Ich möchte mehr über Gua Sha Massge lernen, für die man es braucht.

Der Californier singt tatsächlich jeden Samstag im FoodMarket. Crossroads und so.

Erkenntnisse Thailand

Ich frage mich ernsthaft, als ich so krank im Bett liege, ob Reisen für mich nicht (unbewusst) eine Art Selbstmord ist. So, wie Depressive hungern und langsam von der Bildfläche verschwinden. Und das nicht so erkennen würden.
Nur, dass ich eben riskiere, totkrank zu werden.
Dann merke ich schnell: nein, so ist es keinesfalls! Vom Herzen wünsche ich mir so sehr, lebendig zu sein und beim Reisen fühle ich mich quicklebendig!

Das Leben selbst ist mit Sicherheit die gesundheitsschädlichste Sache überhaupt. Deshalb ist es das beste, die Dinge zu tun, die mich richtig schön lebendig sein lassen.

Reisen hat für mich viele Gründe. Vielleicht ist einer, dass ich die große Flucht nachempfinde und eine Bleibe suche. Obwohl mir klar ist, dass sie in Deutschland sein wird.
Ich weiß nicht, wieviel Mama laufen musste. Sie fuhren erst mit dem Kriegsschiff, dann mit dem Zug. In jedem Fall war es eine anstrengede, auszehrende unendlich lange Hungerstrecke ins Ungewisse.
Eventuell ist das der Grund, warum ich beide Male keine Heimat habe, während ich Reise.

Climacterium is a pain in the ass. Same as getting old. And at this time, you have both.

MassageMann, Dienstag, 7.1.: ich weine die ganze Zeit. Will, dass er meine Hüfte und Beine für Schneidersitz, aber auch Schultergürtel und Nacken massiert.

Mir wird klar, dass ich verspannte Hüftmuskeln habe wegen HD. Dass ich wegen der verspannten HüftMuskeln verspannte Nackenmuskulatur habe. Und deswegen wiederum Handgelenksbeschwerden.
Lösungsversuch: permanente Dehnungsübungen für Hüftmuskulatur
– Schneidersitz plus Nackengym
– 1 min Liegeübung über abgewinkeltem Bein

Ist es nicht absurd, in einer Welt, die gerade so sehr ann Dutt geht, ernsthaft darüber nachzudenken, wie zum Teufel ich endlich über meine Komplexe (ich bin zu hässlich, um angenommen zu werden, was zu sagen zu haben, was zu gelten, existieren zu dürfen…und ähnlicher Bullshit) hinwegzukommen und mit meiner Energie zu fließen?
An die luxuriöse Spitze der Maslowsschen Bedürfnispyramide zu denken und auf Selbstentwicklung zu spekulieren, wärend da draußen unerreichbar dringendere Dinge passieren?
Ganz und garnicht. Die Welt braucht uns in unserer Kraft

Mittwoch, 8.1.: Musste das sein, dass Om mir so große Schmerzen verursacht?

Ihre Antwort: wie war es nachher, war es da besser, tissues softer?

Aber das ist gerade das Problem, dass Klienten immer denken, der Therapeut weiß sicher, was er tut. Viel hilft viel, sag ich mal nix.
Auf der anderen Seite würde sie nach 5 min um einen anderen Masseur bitten, wenn sie das Gefühl hat, dass es energetisch nicht passt. So, wie gestern der junge Mann, der viel zu hektisch war. Ich war eher in einem weggetretenen Modus, so dass ich nicht mehr sagen konnte, was mir auf der Seele lag.
Aber auch bei Om bei ihrer Behandlung kam allerdings hinzu, dass ich dachte, sie ist ‚gut‘, therapeutisch gesehen.
Mir gefiel nicht, wie sie mir eben geantwortet hat. Alles so glattgebügelt. Sicher weiß sie viel, aber ihre Sätze sind auch einstudiert und sie überlässt dem Patienten die Verantwortung. Ist das richtig?
(Klar hat der Patient die Verantwortung über sich, aber der Masseur hat auch die Verantwortung über seine Behandlung. Wie weit reicht die?)
„I allways do my best. Thats all, I’m done. The client come back or not. If he comes back, its a good feedback.“
Nee, finde ich eben nicht. Kann auch gute Werbung sein gepaart mit Lizenz- und Erfahrungsglauben der Patienten. Viele sind, wie ich, viel zu bereit, ‚auszuhalten‘.
Außerdem war sie deutlich narzisstisch verletzt, als ich sie fragte, ob die vielen Schmerzen über die ganze Stunde notwendig waren und ich einfach nur froh war, als sie ihre Hände von mir nahm.

Die Wahrheit, warum ich mich für sie entschieden habe, ist, weil sie die gleiche Sequenz zeigte, wie Silvan. Und ich die lernen wollte.
Und damit bin ich auch happy: es ist einfach eine klare Sequenz.

‚Ich kann nicht‘ (mit den D-states ungehen) ist traumatisch wiederholte Hilflosigkeit.
Aber ich kann es.

Und ganz wichtig zum Nachkochen zu Hause: Tarowürfel (Süßkartoffel oder Kartoffel) mit Kokoscreme!

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