Seoul 2

Freitag, 25.10.

Mit dem billigen 1€ Bus 1,5h zum Bukhansan National Park Entrance auf der Westseite.

Von hier geht ein Weg mit ein wenig Anlauf rauf, rauf, rauf zum Baegundae, der höchsten Ehebung.

Alban habe ich schon im Bus vor mir gesehen, nun quatsche ich ihn an. Er ist Franzose und wir verbringen die Tagestour in ruhigem Einvernehmen.

Sowas ist selten. Denn beim Aufstieg trennen sich die kurz kennengelernten Leute normalerweise schnell, weil das Tempo so unterschiedlich ist.

Ab und zu gibt es Karten am Wegesrand, die uns zunächst verwirren, weil unser Ziel, der Mountainpeak nicht eingezeichnet ist. Später bekommen wir heraus, dass wir hier Info über die Schwierigkeitsgrade der Wegabschnitte des ganzen Wegenetzes bekommen.

Unser ist wieder der rechte der drei grauen Herren. FREU, FREU!

Herbstimpressionen

Juhuu

Blick zum Picknickplatz, das ist der dicke Stein links unten.

Vom Picknickstein nach oben

Wer findet alle drei PicknickBergKätzis? Die Mama schaut nach ihren Jungen. Und versucht gleichzeitig abzuschätzen, ob die Herren nebenan etwas für sie übrig haben.

Da rüber hab ich mich nicht getraut. Im normalen Leben wärs nur ein kleiner Hopser…

Um die Ecke folgt eine recht schiefe Ebene.

Zum Glück hatte ich nicht das Handy in der Hand. Ich wollte gerade sagen, ‚ohne den Zaun würde ich mich nicht trauen, hier so locker entlangzugehen…‘

schwupps, liege ich auf der Seite und rutsche in Richtung ‚UNTEN‘.

Hihi, war ganich schlimm 😬, hat nur ganz klein bisschen wehhgetan. 😎

Immerhin bewirkt es, dass ich wieder besser aufpasse.

Diesen nenne ich den Entenrock. Alban meint: ‚How can a stone naturally ever be shaped like this?‘

Unterwegs erfahren wir, dass der letzte Auf- und Abstieg zum Gipfel immerhin mit der Schwierigkeitsstufe 2 gekennzeichnet ist.

Der Insubong sieht von hier aus, wie ein Mönch

Da die ganze Stadt so auf 40-60hm gebaut ist, sind wir also in gerade mal 4Stunden inclusive langer MittagsPicknickpause 800hm rauf und wieder runter gelaufen. Beachtlich, wie ich finde.

Es reicht trotzdem als Tagewerk.

Mit dem Bus gehts nach Hause. Allerdings habe ich keine Buskarte und will mit Bargeld zahlen, habs aber nicht, wie heute morgen noch, passend. Der Busfahrer winkt mich frustriert so durch, weil er nicht genug englisch spricht, ums mir zu erklären.

Versuche ich also, meinen 5000WonSchein klein zu kriegen. Ich warte auf einsteigende Leute, die alt genug sind um Englisch zu können, aber nicht zu alt, denn die haben es nicht gelernt. Eine nette Dame tauscht schon mal in 1000er (73Cent).

Ein junger Student kann englisch, hat aber keine Coins. Er übersetzt für mich und ich bekomme auf einmal von hinten aus dem Bus vier 100 WonMünzen. Einfach so.

‚Oh, ich meinte tauschen, nicht schenken.‘ Doch die ältere Frau lacht und winkt ab.

‚Gamsahabnida!‘

Der Student und die Dame haben es auch, dieses superherzlichFreundlichkeitsGen, das einem die Batterien im nu wieder aufpumpt.

Er erklärt mir noch, wie das GeldKartensystem funktioniert. Für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Und dass man sie in jedem ConvenienceStore bekommt.

Zu Hause Powernap und bloggen. Dann wil ich raus in die Stadt.

Kulturprogramm ist angesagt.

Ich trinke ja gerne überall, wo ich bin ein local Bier. Gibt es hier nicht. Und Bier ist zum abgewöhnen teuer. Hier wird gerne und zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit Soju getrunken. Reiswein, ähnlich, wie Sake, nur von deutlich schlechterer Qualität und superbilig. Muss ich jetzt auch mal ausprobieren. Hab mir extra im Internet Bilder heruntergeladen, damit ich die Flaschen erkenne.

Zunächst will ich mir aber in dem völlig überfüllten Nightmarket was zu essen holen. Ist alles scheiße teuer und nix, was mein Magen begehrt.

Dann kaufe ich mir frustriert und weil ich hier weg will (superlaut, an jeder Ecke andere hektische Musik, die Menschen drängeln sich, Reizüberflutung) einen Holzstab mit was Gebackenem dran. Ist außen knusprig ind innen das, was sie hier Käse nennen. Leider finde ich direkt am Stab sogar noch ein Stück Wurst unterm Teig. Nagut. HUNGER.

Das gibts hier auch: Roseneis

In der Hostelküche futtere ich zum Soju meine Weintrauben von gestern und schreibe Blog.

Jaaa, es wirkt!

Das billige Zeug. Schon nach kurzer Zeit drückt jemand meine Gehirnzellen aus, gerade so, wie ich meine Unterhosen ausdrücke, wenn ich sie per Hand gewaschen habe. Muss man alles mal erlebt haben. Jetzt fühle ich mich echt und richtig koreanisch.

Und bettschwer.

Samstag, 26.10.

Heute ist es kühl. Am Vormittag 7-10°.
Ich nutze die Zeit nach dem FS, und schreibe meinen blog bis aktuell im kuscheligen Stockbettchen.

Mit dem 1€Bus zum Inwangsan Mountain Trail.

Die Stimmung ist schön verschlafen, wie ich.

Allerdings vermisse ich das fröhlich- freundliche Konnichiwaaaaa beim Aufstieg. In Japan ist es selten, dass mal jemand nicht zurückgrüßt. Hier ist es selten, dass mal jemand auf ein ‚hello‘ reagiert. Das koreanische Annyeonghaseyo vom GoogleÜbersetzer traue ich mich nicht, weil ich nie jemand höre, der das sagt. Ich werde mal jemand fragen, wie man sich hier begrüßt.

Damit mir warm bleibt, hüpfe ich mal eben 200m den Berg runter zu einer ausgewiesenen MineralQuelle.
Und finde zwei Metallbottiche vor und ein Schild. GoogleKamera übersetzt. Die Quelle ist gut und überwacht, ich soll sie sauber halten und nicht zögern.

500g schwerer, Traingscamp, gleich wieder hoch.

So ein Sonenuntergang ist mal wieder ein guter Moment, um innezihslten und mir klar zu werden, wahrzunehmen, was ich hier eigentlich mache. Bis zum Brunnengrund des Seins.
Hey,, ich bin in Korea, ganz alleine. Und mir gehts gut. Mit der gleichen Sonne, die zu Hause erst vor wenigen Stunden aufgegangen ist.

Ist auch endlich ruhig geworden unten in der Stadt. Das Spiel ist aus.

Palast

Buddhistischer Tempel mit Lampenbaum

Und ganz schön vielen Blumen

Zum ersten Mal seit lagem sehe ich wieder Drachen. In Korea gibt es viele christliche Kirchen. Die haben vielleicht die Drachen niedergemacht?

Ich gehe in den Tempel und bin plötzlich in so was, wie einem buddhistischen Gottesdienst.

Auf dem Weg nach Hause, einer, der wohl keins hat

Dann finde ich ein lecker Huhn. Hmm, bisschen scharf aber gut und ohne Brust. Die wurde wohl schon anderweitig verkauft.

Seoullo 7017, Skygarden

Eine alte Straßenbrücke mitten in der Stadt. Nun ein botanischer Garten

Von 14:00-23:30 fast pausenlos zu Fuß unterwegs. Ich bin ziemlich stolz auf mich und meinen Tag. Angeblich hats jetzt 6°.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.