Seoul

23.10.
Ankunft 14:00
Data Card besorgen, Geld aus dem dritten Automaten ziehen, die anderen wollten nicht, auch nicht beim soundsovielten Anlauf. Den nöchsten Automaten muss man erstmal finden…

Ich bin schon ziemlich durch.
Gut, dass der Bus nach Seoul mich fast bis vor die Haustür bringt. Check in ca 16:30.

Duschen und in die Stadt: Futter!
Oh, alles so teuer, Futter, Bier…
Gebackener Creamcheese Ball und aus lauter Verzweiflung Reistriangel bei 7eleven.

Inzwischen entdecke ich überraschenderweise eine Kirche im Stadtgewühl.

Erste SeolnongtangSuppe für 8000 Won = 6€. Wieder alles neu umrechnen.

Außerdem muss man ganz viel lernen, um die zu essen. Man bekommt nämlich einfach ungewürzte Fleischbrühe mit etwas Gemüsekringeln. Das muss man sich erstmal mit Salz und Pfeffer schmackhaft machen.

Im Tisch eingelassen sind Töpfe mit gekochten rot gewürzten aber kalten Salatlappen und dicken Gemüsescheiben. Die muss man mit einer Schere mundgerecht zerschnipseln.

Danach brauche ich erstmal Ruhe.
Im 4-BettFrauenZimmer muss ich Ohrstöpsel tragen,  weil der Fernseher läuft.

Erstmal vom Kulturschock erholen.Ja, Seoul ist deutlich lauter, hektischer und aufdringlicher, als Tokyo. Und noch teurer. Umso schöner ist es, die plötzlich eintretende Ruhe zu genießen, sobald man in einen der vielen Parks kommt.
Es gibt sie, die Menschen mit dem herzlichen Freundlichkeitsgen. Aber viele haben sich das, evtl. wegen des Dauerstresses hier, durchaus abgewöhnt. Das finde ich bisweilen sehr unangenehm.

Erste Orga: letzter TagNähe Incheon gebucht
Drei Tage Sokcho für Seoraksan Nationalpark

24.10.

Das inclusive FS ist, gemessen am Preis, lecker, lecker und ich unterhalte mich mit einem hübschen jungen Polen. Der empfiehlt mir, zum NamsanPark zu gehen, wo ich sowieso hinwollte. Prima.
Post: – 3,3kg, juhuuu! Das Wort cheep ist ihnen nicht so geläufig, dann wird doch klar, dass ich eh noch 6 Monate unterwegs bin und das Paket ruhig 2-3 Monate brauchen darf. 20€ statt 40.
Am Sungnyemun gate (Südtor)…

…untehalte ich mich mit einer netten Stuttgarter Familie: ich sollte für bessere Zug- , Bus und Spazierverbindungen Navermaps installieren. Das funktioniert tatsächlich wesentlich besser als Google Maps. Und sie empfehlen mir einige Sehenswürdigkeiten.
Der einzige Fruit and Veggi Markt der Stadt liegt direkt auf meinem Weg.
Dazu besorge ich noch weiteres fürs Picknick im Supi und gehe rüber zum
NamsanPark.

13.15 treffe ich Seunghoon auf einer kleinen Aussichtsplattform: ’nice place‘. Die Berge! Auf einen klettere ich morgen.

Wir kommen völlig unkompliziert ins Gespräch. Einer seiner Kollegen hat sich gestern so unverhältnismäßig betrunken, dass Seunghoon ihn nach Hause bringen und ob der Entfernung bei ihm schlafen musste. Danke dafür! Dadurch hat er Zeit, einen netten Tag zu verbringen, der für ihn schon wundervoll dadurch angefangen hat, dass er spontan zur Seuollo 7017 (eine alte Autobrücke, die nicht mehr stabil genug und daher nun ein Park ist,) gegangen ist und dort einem Pianisten gelauscht hat. Wir verstehen uns auf Anhieb gut und unterhalten uns über unsere Art, in der Natur Urlaub zu machen. Er besucht verlassene Inseln Koreas und schläft gerne in Höhlen. Sein Töchterchen erwartet allerdings etwas anderes von einem Urlaubstag und braucht Dusche und so. Ich erzähle ihm von meinem WunderZeltplatz am TomaSee. Derweil gehen wir zum Seosomun-chungsa- Hochhaus.

Dort gibt es im 13F ein Cafe.
Mit super Aussicht 😀.

Auf den Palast, die englische Botschaft, das Königshaus, die alte und die neue Markthalle, die Berge…

14:45 am Palasttor

goodbye and gamsahabnida Seunghoon. You made me very happy, einfach so.
Knappe zwei Stunden nach dem ersten Mal bin ich wieder am selben Ort.

Zum Seoul Tower sinds viele Stufen.

Auf der Treppe links im Bild neben dem weißen Gebäude haben die Jungs Spaß damit, rückwärts auf allen Vieren rausfzulaufen.

Das ist Liebe.

Ein Trainingparcours auf halber Höhe.

Wer findet den Fehler auf diesem Bild?

Ein bisschen rechts von der Mitte des Bildes gucken drei felsige Bergspitzen raus. Den rechten, höchsten des Bukhansan Nationalparkes, mit 837hm beklettere ich morgen: Baegundae.

Oben ist plötzlich Rummel mit Mikel Jacksons Thriller und Myriaden von Love Lockers. Und Handyhüllen.

Hier gibt es so viele Berge, dass sich mir die Frage aufdrängt: wozu fahre ich dann eigentlich in drei Tagen so weit auf die Ostseite?

Mit einer Irin, die in Neuseeland wohnt, was ihren Dialekt nicht wirklich verstehbarer gemacht hat, stehe ich eine geschlagene Stunde auf  der Towerausguckplattform und warte darauf, dass die Sonne untergeht.

Wegen der Aerosole ist sie schon weg, bevor sie untergegangen ist.
Danach warten wir darauf, dass die Lichter angehen.

Den Hügel wieder hinab.

Die Zeit mit Seunghoon ist noch so lebendig in mir. Ein Mann steht oben an der Mauer, an der selben Stelle.

Einen Moment glaube ich, es ist Seunghoon.
Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie der Weg um die Ecke bog. Nichtmal, dass er in die gleichen Stufen mündet, die ich heute zweimal heraufgestapft bin.
Ich bin überwältigt und muss weinen. So schön war die Begegnung mit ihm.

 

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