Malkurs

26.4.2016

Takuji malt jeden Tag, warum nicht auch ich?

Ich beschließe, mich mal am Riemen zu reißen und möchte den schönen Tag nutzen, um durch Zeichnen ein wenig Ruhe in die Fotojagt zu bringen.

Zunächst fahre ich wieder zum Ashisee…

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…und laufe wieder zur Gartenpeninsula, von wo aus man einen so majestätischen Ausblick hat.

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Nach zwei Bildern zeichnen mit voller Konzentration bin ich kaputt, aber glücklich.

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Ich wandere noch zum Hakone Tempel. Dies ist sein Seetor.

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Und später noch am See entlang. Bis ich die -weit entfernte- nächste Bushaltestelle erreiche, hab ich längst genug.

27.4.2016

Der letzte volle Tag in Hakone. Heute will ich garnicht viel unternehmen, dafür möchte ich die Hotels für China weiter buchen. Also plane ich nur den Besuch des Freilichtmuseums. Ist mir von mehreren Seiten wärmstens ans Herz gelegt worden.

Der Garten ist wirklich beeindruckend. Inmitten steiler Berge gelegen.

Für Kunst habe ich aber scheinbar noch weniger übrig, als für Musik. Schade eigentlich. Jedenfalls kann ich mit den Statuen nichts anfangen.

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Picassos Kuhteller dagegen beindruckt mich zutiefst.

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Auch das Auto mag ich. (Aber mein grünes war schöner!)

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Fuji San

24.4.2016

Heute regnet es und der Tag soll nur der Reise von Nagoya nach Hakone dienen. Von wo aus man Busfahrten zum Ashi-See und RopetrailFahrten auf den Mt. Hakone machen kann. Von bestimmten Punkten aus kann man dann bei passendem Wetter den majestätischen Mt. Fuji sehen.

Im Bahnhof von Nagoya treffe ich Steve wieder, der mir den Einstieg in die Pilgerreise so erleichtert hat. Huch?! Cool.

Gegen Mittag in Hakone angekommen habe ich tatsächlich zu nix anderem Lust, als ein paar Worte mit einer netten Österreicherin zu wechseln (hach, auch mal wieder entspannend, deutsch zu sprechen), dann in die hauseigene heiße Quelle zu steigen und es mir nach der Überhitzung erstmal (2h!) auf dem Futon bequem zu machen.

Noch ein wenig Abendessen einkaufen…schon ist der Tag rum.

25.4.2016

Es ist recht gutes Wetter angesagt und ich habe mir für die nächsten drei vollen Tage in Hakone einen FreePass gekauft. So kann ich alle Busse, Züge, Schiffe und Gondeln frei nutzen.

Und da ist er nun:

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Mit dem Piratenschiff fahre ich an das Nordende des Sees.

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Da zur Zeit recht viel Gas aus dem Vulkan austritt (sulfurlastig), darf man bei der höchsten Station des Ropetrails nicht aussteigen. Ich hätte ja zu gerne mal reingeguckt…

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Auf dem Berg wandere ich ein wenig herum. Dann fahre ich zurück und mache mir einen gemütlichen Nachmittag und Abend. Ich habe noch das Bedürfnis, mich zu entspannen.

Treffe ich dort doch Steve wieder!? Sowas passiert eben.

Morgen soll es nochmal richtig schönes Wetter geben.

 

Stadtbummel und Karaoke – Voxel

23.4.2016

Den Tag verbringe ich mit einer lieben Mitarbeiterin von Keiji.

Im Nagoya Osu Kannon Tempel stellen wir fest, das wir beide Feuerpferd sind, denn ich bin gerade mal zwei Tage älter, als sie.

Das ist der Bosatsu des Pferdes, Seichi Bosatsu

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Auf dem Rückweg kaufe ich eine superschöne Tasche mit Eule. Da kann ich endlich die peinliche BauhausPermanentEinkaufstasche entsorgen.

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Nach dem Besuch eines japanischen Gartens mit vielen bunten Cois im Seerosenteich und das Herz erquickenden Päonien, essen wir ein Eis. Ich wähle Grünteeeis. Das mag ich besonders gerne. Genau, wie die Grünteekitkat.

Dieser Abend ist der letzte in Nagoya. Zu diesem Anlass hat Keiji ein ganz besonderes Dinner geplant.

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Hmmmh, Yammie! Die Vorfreude ist groß, wenn man all die Leckereien vor sich hat!

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Im Anschluss mietet Keiji ein kleines Karakoezimmer – Karaokebox -Karaoke Voxel!

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China Visum, die letzte

22.4.2016

Keiji fährt mich gleich am Morgen zur chinesischen Botschaft und siehe da:

ich habe das Visum!

Jetzt kann ich in Ruhe das Nagoya Castel besuchen. Als erstes falle ich auf die nächste Parkbank. Ich fühle mich total erschöpft:

Nach den intensiven Eindrücken auf der Pilgerinsel,
dem China Visum, das ich nun doch, entgegen aller meiner Erwartungen bekommen habe (da ich die Hotels nicht, wie verlangt, im Voraus bezahlt habe).
Und dem reichhaltigen koreanischen Essen gestern, das zu später Stunde in einer Whiskeybar geendet hat.
Erstmal muss ich die Gedanken laufen lassen, damit sie nach und nach die Chance haben, sich zu sortieren.

Nach ca. 1 1/2 Stunden bin ich fähig, mich zu erheben, eine Dose Kaffee aus einem Automaten zu ziehen und mir das Schloss anzuschauen.

Der Nagoya Castel Delfin

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Das Schloss

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Ein Blick vom obersten Stockwerk, der Aussichtsplattform.

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Um 1:30 soll ich bei Keiji zu Hause sein. Ich breche 1 Stunde früher auf, als notwendig. Es ist einfach nur einen guten Kilometer die Straße runter und dann links.

Wie auch immer. Ich habe keine Data mehr auf meinem Handy und das IPad nicht dabei und finde einfach nicht die Straße, die heimführt, während ich um das gesamte riesige Schlossgelände herumlaufe.

Etliche Fragen und einen netterweise kostenlosen Anruf später werde ich von Keiji aus dem Nirvana abgeholt. Schon lange den Tränen nahe. Weil er so viel zu tun hat und nun wegen mir auch noch Zeit verliert.
Wir fahren zu seinem Schwiegersohn in dessen Physiothetapiepraxis. Höchst interessant!

Wie wird so eine Praxis hier aufgezogen? Wie wird hier gearbeitet? Ich bekomme eine Menge Informationen und wieder richtig Lust, selbst zu arbeiten (nachdem ich nun seit 18 Wochen nicht mehr im herkömmlichen Sinne gearbeitet habe. Aber mal ehrlich: Reiseplanung ist bisweilen auch ganz schön anstrengend).

Der späte Nachmittag ist dann eben auch der weiteren Reiseplanung (zum Beispiel muss ich alle Buchungen für China ändern, weil ich natürlich nicht eine ganze Woche oder länger an einem Ort bleibe) und dem Beantworten von Emails vorbehalten.

Heute geht’s wieder früh zu Bett.

Das war zumindest der Plan.

 

Close the circle

20.4.2016, Tag 5

Um 5e wache ich wohlgelaunt auf und schreibe meinem Töchterchen noch im Schlafsack einen Brief. Um 5:30 Uhr, als ich gerade meine Sachen zusammenpacken will, beginnt ein Mönch im Haupttempel, vor dem ich liege, sein Morgengebet zu singen.

Da ich gestern noch nicht am Nebentempel war, hole ich das heute nach und verlasse den Tempelhof noch vor 6:00 Uhr.

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Die letzten Tempel auf meiner Reise -14 bis 17 – sind wieder nahe zusammen.

Ich habe entdeckt, dass der letzte Tempel nur 7 km von meinem Hotel in Tokushima entfernt ist. Also habe ich im Ganzen nur 17 km auf ebener Strecke zu laufen.

Wieder ist strahlendes Wetter. Ich beschließe, mir viel Zeit zu lassen.

In Tempel 17 mache ich Rast und male ein Foto mit Takuji ab.

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Abschied vom letzten Tempel.

In Tokushima schaue ich wohl einmal etwas verwirrt, als ich inmitten von Vorstadthäusern an einer Kreuzung stehe. Sofort kommt eine Frau und will mir helfen. Da sie kein Englisch spricht, läuft sie zu ihrem Haus und holt jemanden. Ich habe unterdessen längst in GoogleMaps meinen Weg gefunden. Doch ist es schön, sich mit den freundlichen Menschen zu unterhalten. Dann schenkt mir ihr schüchterner dreijähriger Sohn eine kleine Flasche Wasser, einen Schokoriegel und einen Riegel CalorieMate (das ist ein sehr praktischer Keks für die Reise, da er kompakt ist und mit Nährstoffen angereichert. Eignet sich daher auch prima als Notreserve) und schaut mich dabei mit großen runden Augen an. Die Geschenke hat ihm offenbar vorher seine Mutter in die Hand gedrückt.

Ich bin zutiefst gerührt. So oft habe ich auf dieser Insel liebevolle Geschenke bekommen!

Im Hotel lade ich nur kurz meine Sachen ab und gönne mir einige Minuten auf dem Bett. Dann mache ich mich auf zum nahegelegenen Bahnhof, um herauszufinden, wo ich morgen früh genau hingehen muss, um den Highwaybus nach Osaka zu nehmen. Auf dem Rückweg esse ich noch lecker in einem kleinen Restaurant und falle hernach totmüde ins Bett.

21.4.2016

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Takuji habe ich schweren Herzens verabschiedet, der Abschied von der Insel Shikoku fällt mir beinahe noch schwerer. Ich habe so viel Liebe und Güte erfahren.

Osaka – Namba

Da es regnet, bin ich froh, dass in Namba viele Einkaufsstraßen überdacht sind.

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Zu Mittag gibt es Bällchen aus Irgendwas mit Soyasoße und getrockneten Fischflakes. Ist superlecker. Bloß: tierisch heiß!

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Dieses Haus sieht von weitem, von der Seite, so interessant aus, dass ich extra durch den Regen hinlaufe.

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Es ist ein Kletterhaus!

Gegen 5pm erreiche ich Nagoya Station, wo Kaiji mich abholt.

Mit seinen Mitarbeitern zusammen haben wir eine Menge Spaß bei einem guten Dinner.

 

Der Berg ruft

18.4.2016, Tag 3

Meine Unterkunft ist nur 10 Minuten von Tempel 11 entfernt. Da ich keine Kerzen mehr habe, suche ich in der Umgebung – vergeblich – den Shop. Ich frage eine alte Frau ob ich irgendwo Kerzen bekommen kann und versuche dabei gestisch das Anzünden einer Kerze nachzumachen. Daraufhin winkt sie mich in ein büroähnliches Häuschen – und schenkt mir drei kaum gebrauchte Feuerzeuge. Ich bedanke mich natürlich überschwänglich.

Jetzt versuche ich es in dem Officehaus, in dem man den „ich war hier“-Stempel mit Kaligraphie für 300¥ (ca. 2€) bekommt.

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Der alte Herr schenkt mir eine neue Schachtel Streichhölzer.

Ok, jetzt kann ich definitiv alleine meine Räucherstäbchen anzünden. Nach den Gebeten geht es hoch zu Tempel 12. Bisher habe ich meinen Trolleyrucksack fast immer hinter mir hergezogen, da die Strecke zumeist über ebenen Asphalt verlief. Nun muss ich meinen Trolley zum Rucksack umbauen, denn ab jetzt führt ein steiler Pfad den Hang hinan.

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In dieser Etappe ist es bitterkalt. Das spornt unglaublich an, weiterzulaufen.

Insgesamt sind in drei Hügeln 1200 Höhenmeter zu überwinden.

Auf dem Tempelberg blühen noch die Kirschen.

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Endlich geschafft: dass Haupttor.

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Mit dem anschließenden Abstieg zur Unterkunft sind es 16 km. Das reicht dann auch. Ich habe weder beim Aufstieg noch beim Abstieg Schmerzen!

Punkt 5pm komme ich genau rechtzeitig zum Lunch an.

Sahra, ein nettes Mädel aus Deutschland, habe ich unterwegs einige Male getroffen. Mit ihr übernachte ich in einer schlichten Unterkunft.

19.4.2016, Tag 4

Noch ein letzter Hügel ist zu bewältigen, dann wird es wieder eben. Leider geht die Strecke oft entlang der Straße. Bis Tempel 13 sind es 20km.

Sarah „verliere“ ich, als sie mal etwas vor mir läuft und ich eine alte Frau nach dem Weg frage. Der Pfeil zeigt nach rechts, aber ich habe den Eindruck, ich muss geradeaus (die Pfeile kapiere ich hier wirklich nicht). Meine mit Gesten untermalte Frage versteht sie partout nicht. Dafür bietet sie mir eine Orange an, die ich gerne annehme. Wir unterhalten uns lebhaft mit Händen und Füßen, während ich esse. Und wir freuen uns jedesmal königlich, wenn eine die andre mal versteht. Die Menschen auf Shikoku sind unglaublich freundlich. Das erfüllt das Herz.

Am frühen Nachmittag finde ich attraktive Felsen, die in den Fluss ragen. Als ich wieder aufwache, ist es später Nachmittag.

Heute möchte ich draußen oder anders umsonst schlafen. Schließlich habe ich ja den Schlafsack und die Isomatte dabei.

2 km vor dem Tempel ist auf der Karte eine Pausenhütte eingezeichnet. Darin stehen kostenlos Kaffe und Orangen bereit. Leider darf man in der Hütte nicht schlafen. Also gehe ich doch bis zum Tempel. Ich muss mich aber beeilen, um 5 pm schließt das Office.

Ich komme gut in der Zeit an und frage nach einer kostenlosen Unterkunft. Die nette Dame vom Office meint, die (Bezahl-) Zimmer seien voll. Macht aber eine aus(ein)ladende Geste über den Tempelhof und sagt „hai“. Ich deute das als: „suche dir irgendwo ein gutes Plätzchen zum Schlafen“.


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Hm, sicher bin ich mir ja nicht, ob ich sie richtig verstanden habe. Da frage ich einen Pilgerer, der auch einen dicken Rucksack hat. Der weiß es auch nicht und will in die Gegenrichtung noch etwas weiter wandern. Also mache ich den Vorschlag, mit ihm zum nahegelegenen Supermarkt zurückzulaufen, wo ich mir mein Dinner kaufen will. Er freut sich riesig darüber, dass er noch zum 7 Eleven, offenbar sein Lieblingssupermarkt, kommt.

Mein Abendessen nehme ich am Fluss mit wohliger Abendsonne ein.

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Nun sitze ich auf einer Bank im einsamen Tempelhof und schreibe diese Zeilen, nachdem ich festgestellt habe, dass es hier freeWifi hat.

Die Officedame kommt doch nochmal vorbei und zeigt mir den besten Platz zum Schlafen, den ich mir auch schon ausgesucht habe: unter dem Überdach des Haupttempels.

Dass es an diesem Ort gut windgeschützt ist, ist mir gerade recht: es soll heute Nacht 8 Grad kalt werden.

Mein Handy lade ich in der öffentlichen Tempeltoilette.

„Es ist alles da, was du brauchst.“

 

I am here as you are here

16.4.2016 – 20.4.2016

Fünf volle Pilgertage

Tag 1, Samstag

Ich laufe 16 km bis Tempel 6. Der Weg ist zumeist eben und geteert. So kann ich größtenteils meinen Rucksack als Trolley hinter mir herziehen.

Von der Ritualabfolge, wie sie auch im Guide beschrieben ist, tue ich noch wenig. Ich mag vor allem nicht das Herzsutra aufsagen. Ich verstehe auch von der englischen Übersetzung nicht alles. Dafür meditiere ich vor den Tempeln auf meine Weise und sehe dabei Führendes, Schönes und Berührendes vor meinem inneren Auge. Ich fühle mich beschützt und begleitet.

Das laute Lesen eines Sutras nimmt mir diese tiefe Konzentration nach innen.

Nach und nach versuche ich aber, mich den Riten anzupassen. Schließlich möchte ich mich ja in diese Pilgerteise einfühlen, um zu erfahren, wie es für mich ist. Da hilft mir Widerstand recht wenig.

Die Übernachtung buche ich in Tempel 6. (Manche Tempel bieten Übernachtungsmöglichkeiten, die genauso teuer sind wie die anderen Unterkünfte und vergleichbaren Komfort bieten.)

Dort lerne ich Takuji kennen, der ganz gut englisch spricht.

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Uns verbindet schnell ein freundschaftliches Band.

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Später stelle ich fest, dass ich ihn schon im Tempel 4 fotografiert habe, während er das Tor abzeichnete.

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Als wir im Hof sitzen, entdecke ich, dass die Hauptperle meines rosary ein Guckloch hat. Darin entdecke ich Kobo Daishi. Takuji ist enttäuscht: in seiner Perle ist kein Bild.

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Nach einem reichlichen Dinner, zu dem man alle Ausländer gut gemeint an einen AusländerKatzenTisch setzt, findet eine buddhistische Feierlichkeit statt, an der wir teilhaben dürfen. Leider verstehe ich natürlich kein Wort.

Dananch ist gute Zeit für ein ausgiebiges Bad in der tempeleigenen heißen Quelle, die zu einem beeindruckenden japanischen Bad mit großem Gemeinschaftsbecken ausgebaut ist.

Tag 2

Takuji und ich gehen gemeinsam 14 km bis Tempel 10 und haben eine gute Zeit.

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Er erklärt mir viel über die Abläufe vor den Tempeln.

Interessant ist das „ich bin da“ läuten. Manchmal mit einer großen Glocke. Diese hier ist besonders laut.

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Überhaupt haben wir viel Spaß und ich genieße es auch, dass es völlig ok ist, sich auf dem Tempelgrundstück lauthals kaputt zu lachen. Auch Gruppen von Kindern rennen und spielen hier ausgelassen.

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Ich verabschiede mich nur ungern von Takuji am Tempel 10. Die letzten 9 km gehe ich alleine.

Beim Dinner sitze ich mit 2 Japanern zusammen und fühle mich gut angenommen. Das tiefe aber auch lustige Gespräch dreht sich um Religion und Lebenseinstellungen.

 

Shikoku

15.4.
Diesen Mann brauche ich wegen des Fotos nicht um Erlaubnis zu fragen. Dafür hilft er mir auch nicht, den Weg zur HighwayBusStation zu finden.

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Keiji ruft mich an. Ob ich schon auf Shikoku sei. Auf Kyushu (Nachbarinsel) gab es gestern ein schlimmes Erdbeben.
Nein, ich fahre gleich mit dem Bus nach Shikoku.

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Die Kirschblüte neigt sich nun definitiv dem Ende zu. Die Wälder zeigen sich in jungem üppigem grün. Da ich nach Süden fahre, dreht sich das Jahresrad etwas schneller.

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Im Zug von Tokushima nach Bando lerne ich Steve kennen, der gerade in 42 Tagen alle 88 Tempel erwandert hat und nun den Kreis mit dem ersten Tempel schließen möchte. Die Begegnung mit ihm ist ein Segen, denn er erklärt mir schon sehr vieles, was ich in den nächsten Tagen wissen sollte. Er macht mir durch seine Freundlichkeit und vor allem dadurch Mut, dass er wirklich leuchtet.

Wir erreichen das Tor von  Tempel 1.

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Ich besuche heute auch Tempel 2, muss dann aber den guten Kilometer wieder zurück nach Bando, da die einzige Herberge voll gebucht ist.

Immerhin weiß ich jetzt, wie schwer mein Trolley ist, wenn ich ihn als Rucksack trage.

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Dafür habe ich ein wunderschönes Zimmer, gehe japanisch baden und diniere fürstlich.

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Koya San

14.4.2016

Koya San ist ein heiliger Berg.

Dai-mon, das Eingangstor

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Konpon Daito

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Mein Lieblingskarpfen

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Kongobuji Temple.

The headquarter of Japanese Buddhismn

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Bevor ich abfahre, kaufe ich mir ein weißes HenroHemd (Hakui), das mich von nun an als Pilger ausweist.

Zurück in Osaka teste ich das Nachtleben…

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…und habe SakeSpaß in einer winzigen Karaokebar.

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Mit der Hilfe einer Japanerin singe ich Tooku de kiteki wo kiki nagara. Später auch the long and winding roads und of course Bobby McGee.

1000 Engel und Hirsche

13.4.2016

Kyoto

Bus 12, spontan steige ich beim Chionin Tempel aus.

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Ich sehne mich nach der Ruhe des Gebets.

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Dann fahre ich weiter zum Sanjusangendo Tempel.

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In diesem Tempel stehen 1000 lebensgroß und detailreich geschnitzte, vergoldete Engel. Sie haben viele Köpfe und Arme, damit sie alles sehen und allen helfen können. In der Mitte der Engelreihen sitzt ein großer vergoldeter Buddha. Bei einem Feuer im 13. Jhd. wurden über 100 Engel gerettet. Diese sind über 1000 Jahre alt.

Die Fotos sind aus dem Prospekt, fotografieren ist streng verboten.

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Nara

Nara-Park

Eastern Golden Hall und Five Storied Pagoda

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Einer der berühmten Hirsche

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Der riesige Todaiji Tempel ganz aus Holz…

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… mit der beeindruckend riesigen Vairocana Statue

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Müde fahre ich nach Osaka zu meinen 8 Kubikmetern.

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