Bounty Island, die zweite

24.3.2016 – 28.3.2016

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Die süßen Babyturtles im hauseigenen Aufzuchtpool sind erst wenige Tage alt. Mit ein bis zwei Jahren werden sie wieder freigelassen.

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Der letzte Morgen auf der Insel

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Tatsächlich schlafe ich in diesen vier Tagen viel. Da Rosa, die super liebste Frau des Staff, die auch die Massagen macht (eine hatte ich schon beim ersten Aufenthalt- wunderbar!), meint, das Meerwasser würde dem Ausschlag helfen, abzuheilen und Berry mir eine Stelle zum Schnorcheln empfiehlt, die ich noch nicht kenne, versuche ich es ein letztes Mal mit Schnorcheln: und entdecke wieder einmal ein Zauberwunderland voller Farben, bizarrer Formen und interessanter Tiere.

Es war garnicht gut, dass ich das tat, aber ich bereue es keinesfalls.

Wenn ich nicht gerade schlafe, flechte ich alleine oder mit Michelle Cocosblätter oder spiele Ukulele. Irgendwie schaffe ich es, bei guter Laune zu bleiben, obwohl ich mir meine Lieblingstätigkeit und damit den HauptGrund, auf den Inseln zu sein, abschminken muss.

Am Ende sehne ich mich nur noch danach, in Auckland Ärzte aufzusuchen. Vielleicht ist dies die einzige Möglichkeit für mich, nicht allzu traurig über den Abschied von den Inseln zu sein.

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South Sea Island

20.3.2016

Ich übernachte mal wieder in Nadi, im Beachhouse. Komme recht spät an, esse was leckeres und gehe schlafen. Ich habe mich für morgen früh um 6:30 mit Pella vom hauseigenen Infozentrum verabredet. Ich habe nämlich gedacht, ich könnte mit dem kleinen Boot, das direkt vor dem Hostel losfährt, nach South Sea Island kommen. Denn das Boot fährt auch zur Nachbarinsel Bounty. Die sind so nah beieinander, da kann man rüberschwimmen. War aber Pustekuchen. Um zu South Sea Island zu kommen, muss ich erst nach Denarau fahren. Dann die Fahrt auf dem größeren Boot buchen.

21.3.2016 – 24.3.2016

Pella ist nicht da, der kommt erst pm.

Klasse. Ich schlinge mein Frühstück runter, weil die Bar erst kurz vor Busfahrt öffnet. Der Busfahrer, der zu der Bootslinie gehört, erlaubt mir, kostenlos mitzufahren, als ich ihm versichere, dass ich die Inseln bereits gebucht habe.

Im Hafen habe ich genug Zeit, die Vouchers zu bekommen, obwohl ich keine Buchungsbestätigungen der Inseln vorweisen kann. Dafür war die WifiVerbindung bei der Buchung zu schlecht und im Hafen gibts keine.

Cool, alles wird mal wieder gut.

Die Ankunft vor South Sea Island.

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Southsea Island ist so wunderschön! Ich habe sie ja nur in der Dämmerung gesehen, als ich von den Yasavas herunterkam.
Man braucht ca. 5 Minuten, um sie zu Fuß zu umrunden. Sie besteht lediglich aus dem Ressort und einigen Bäumen, Büschen und Blumen. Dazwischen findet man etliche Hängematten. Und rund um den Strand gibt es viele dieser kleinen Schattenhäuschen mit Strandliegen.

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Als erstes macht Mark ordentlich Werbung für einen Tauchgang. Ich springe darauf an, weil ich ja wieder lernen will, ohne Panik in die Tiefe zu gehen. Also bitte ich ihn, wie ich es mir vorgenommen hatte, mich beim Abtauchen eine Weile an die Hand zu nehmen, bis ich mich sicher fühle. Leider ist mal wieder die Membran des Regulators nicht in Ordnung. Ich habe es schwer, einzuatmen. Das sage ich Mark mehrfach, aber er reagiert garnicht darauf. Diesmal springen wir nicht vom Boot, sondern schwimmen von der Küste raus. Das macht das Abtauchen auf natürliche Art langsam, denn es ist hier nicht besonders steil. Kurz: trotz der Membran erreiche ich mein Ziel: tauchen ohne Panik.

Mark hat eine Menge rohen Fisch dabei. Auf diese Weise haben sie hier recht viele große Fische. Die Korallen sind nicht im besten Zustand und es gibt dementsprechend wenig kleine Fische.
Wir sehen Blue Fin Trevallys, Red Snapper und den long Tom. Einen Lionfisch, meine erste Schildkröte hier und meine erste Moräne.
Wir fassen einen der blauen Seesterne an, eine Riesenseegurke und einige Korallen.
Später schnorchele ich hier noch oft und sehe viele Riffhaie. Einmal sehe ich drei Weisspitzenhaie auf einmal, dann einen weiteren, mit dem ich 10 Minuten hin und her und im Kreis schwimmen kann, weil er nicht so schüchtern ist, wie die anderen. Gleich darauf kommt ein Schwarzspitzenhai in Sicht und dann das Beste: vom Aussehen her ein Zwischentier zwischen Hai und Stachelrochen. Ich frage im Diveshop nach und sie nennen ihn Gitarrenhai. Da haben sich auf einmal alle gefreut. Voi ist superfroh, dass der GuitarShark wieder da ist, denn als er zum letzten Mal gesehen wurde, war er gerade mal 60-70 cm lang. Nun präsentiert er stolze gut 1,5 Meter. Lei, ein anderer Taucher, sieht ihn in einem späteren Tauchgang zum ersten Mal.

Ich habe mir ja eingebildet, dies müsse eine ruhige Insel sein. Auch Pustekuchen.

Während zweier für FijiVerhältnisse straff organisierter Lunchtimes werden hier täglich teils über 160 Gäste abgefertigt. Davon über 130 Tages – oder Halbtagsgäste. Im Dorm gibt es 32 Betten.

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Damit sich nicht dauernd alle Gäste auf der Winzinsel tummeln, dürfen sie tauchen, schnorcheln, Kayaken oder SUP fahren. Außerdem wird zwei mal am Tag eine halbstündige Fahrt mit einem HalbUboot angeboten, mit dem man um die Insel über das Riff fährt und die Unterwasserwelt bestaunen kann. Und zwei Mal am Tag fährt ein Boot einige Gäste etwas weiter raus zum Schnorcheln.

Um 5pm ist dann der Spuk vorbei und es könnte richtig schön sein. Doch jetzt wird die riesige Box vor den Essenstischen lauter gedreht. Da darüber der Dorm ist, ist das Bett zum Ruhen auch passé.

Natürlich finde ich trotzdem wieder meine Plätze und ich finde heraus, dass ich gute relaxte Stunden mit den Lokals haben kann.

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Während des Mittagessens führen die Locals Gesänge und Tänze auf. Eine Menge davon nehme ich am letzten Tag auf. Besonders stolz bin ich auf die Aufnahme des BulaSongs, der fast überall zur Begrüßung auf den Inseln gesungen wird, wenn ein Boot mit Gästen ankommt.

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Am vorletzten Tag geht es mir plötzlich ziemlich schlecht. Am frühen Morgen schnorchele ich noch ein wenig und fühle mich schon schwach.

Dann liege ich den ganzen Tag nur im Schatten und trinke soviel ich kann. Trotzdem fühlt es sich an, als bohre die Sonne ihre heißen Strahlen in meine Haut. Zu Mittag gehe ich in die Lodge, wo mir die lieben Lokalfrauen stundenlang kühle  Luft zufächeln und meine Haut mit Eis kühlen, während ich schwach und erschöpft reglos auf einer kleinen Couch liege.

Als ich am späten Nachmittag erwache, bedecken Wolken den Himmel und ich aktiviere mich ein wenig mit einer schönen Tasse Kaffe. Den Rest des Tages kann ich immerhin am gesellschaftlichen Teil des Lebens teilhaben.

Bis zur Abfahrt am nächsten Tag verhalte ich mich höchst unsportlich. Ich gehe davon aus, dass ich die vier Tage und Nächte auf Bounty auch viel schlafen werde und dass ich nicht ins Wasser darf. Denn ich nehme mittlerweile an, dass meine Müdigkeit und Schwäche mit dem Ausschlag zusammenhängen. Den habe ich bereits am 4.3. bemerkt, aber nicht weiter ernst genommen. Nun breitet er sich aber merklich über die hinteren Beine aus.

 

Beachhouse, Korolevu


15.3.2016

Der Stick wird uns gleich nach dem Frühstück mit einem Taxi gebracht. Hm, ein bisschen enttäuschend: wohl weil wir so schlechte Sichtverhältnisse für ein Video hatten, haben sie nur die Reihe unserer Gesichter gefilmt, der Rest des Videos zeigt die gleichen Stationen der Tauchgänge bei bester Sicht. Blöd nur, dass auf den Sequenzen, bei denen wir zu sehen sind, nirgends wirklich ein Hai zu sehen ist. Die Haie befinden sich hinter dem Kameramann. Also glaubt mir, dass wir inmitten von 40 sich um Futter tummelnden Bullsharks gelegen haben, oder nicht.

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Das bin ich

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Das Gute an dem Video war, dass ich sah: bei guten Sichtverhältnissen werden die Haie ca. 10 Meter vor der Gruppe gefüttert. Wir hatten sie dagegen im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor Augen.

Dann mache ich mich bei schönster schwüler Hitze auf zur Bushaltestelle. Dummerweise habe ich ausgerechnet heute morgen mal Sonnencreme aufgetragen. Nun schwimme ich in einer Soße aus feinem Regen, Schweiß und Sonnencreme. Dafür kommt zu dem Zeitpunkt, an dem ich den Kühlschrankbus erwarte, ein kleiner ca. 10SitzeSprinter vorbei. Der hat OffeneFensterKühlung. Perfekt!

Beachhouse, Korolevu

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Der Rest des Tages in dem wunderbaren SüdseeResort dient der Entspannung. Erstmal ankommen und ein paar Leute kennenlernen.

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16.3.2016

Heute will ich gerne mal auf BezahlSchnorcheltour gehen, denn vom Hausstrand aus kann man das Riff nicht schwimmend erreichen. Es ist zu gefährlich, hinter die Linie zu schwimmen, an der sich die Wellen brechen. Die Strömung soll zu stark sein.

Die schlechte Organisationsfähigkeit der Fijianer wird heute wirklich lästig. Erst soll es um 8:30 mit dem Boot losgehen. Es sind aber zu wenig Leute angemeldet. Also trage ich mal meinen Namen in die Liste ein, vielleicht klappt es ja morgen. Statt dessen will ich dann den 2-stündigen Dschungeltrip mitmachen. Der beginnt an jedem Tag um 10:00. Bis dahin haben sich aber genug Leute für das Schnorcheln angemeldet. Und nun heißt es, sie fahren dann gegen 11:30 los. Na gut.

Um 12:00 sind die anderen vom Dschungeltrip zurück. Wann gehts denn nun mal los? Ja, er wartet auf einen Anruf von dem Mann der unser Boot fährt. Der hat noch einen Surfschüler. Gegen 14:30 fahren wir dann endlich mit einem Sprinter zu einem anderen Strand.  So viel zu Fijitime.

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Die Flut ist bereits im Rückzug, die Fische auch, aber das Korallenriff ist wunderbar. Außerdem kann ich hier zum ersten Mal mit Riffhaien richtig schwimmen. Ich bin sehr froh darüber, dass ich keine Angst mehr habe, im großen Blau zu schnorcheln. Das mag daran liegen, dass ich früher Angst hatte, aus dem unergründlichen Blau könnte unversehens ein Hai auftauchen. Nun freue ich mich königlich, wenn ich ihn finde.

Wir kommen rechtzeitig zum Abendrot zurück.

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Dave war inszwischen in Suva. Da er morgen zum Weiterflug in Nadi sein muss, kommt er auch für einen Tag ins Beachhouse. Prima. Ein bekanntes Gesicht und eine Menge EnglishConversationLessons.

17.3.2016

Mein erstes Fijilied lernt sich verdammt schwer auswendig. Aber es ist superschön, einfach so am Strand zu sitzen (mein Lieblingsplatz war frei) und neue Lieder zu üben.

Am Nachmittag lerne ich, wie man aus einem Teil eines Kokosblattes einen Hut flechtet.

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Na endlich! Ich wollte schon die ganze Zeit wissen, wie das geht.

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Mali kann natürlich noch mehr, zum Beispiel diesen Heuhüpfer.

Dave schenkt mir zum Abschied ein Bier (klasse Idee!)…

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…und eine Blueszeitschrift. So kommt es, dass ich den Abend in meinem Lieblingsstrandstuhl verbringe. Bier trinkend mit Bonnie Raitts neuem Album Dig in Deep via YouTube.

18.3.2016 – 20.3.2016

Diese Tage sind schön laaaang.

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Ich lerne, wie man einen Fächer, ein Körbchen und natürlich den Heuhüpfer flechtet. Spiele Gitarre und meine BabyMegaUkulele und gebe mich einfach der FijiTime hin. Darin kann man richtig versinken! Am 18. habe ich noch einen besonders tollen Inseltag. Ich schnorchele viele Stunden, schwimme mich mal ordentlich aus und fühle mich im kristallklaren Wasser bald selbst wie ein Fisch! Auf jeden Fall pudelwohl ?.

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Diese klitzekleine Insel steuern wir für einen weiteren paradiesischen Snorkelspot auf der Rückfahrt an.

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Ein weiterer WunderTag vergeht…

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…und endet mit einer MusiLagerFeuerSession am Strand

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Pacific Harbour

13.3.2016

Hier steige ich in einem sündhaft teuren Resort ab, weil sonst nichts frei war. Ich habe noch gehofft, ich könnte jemand für das zweite Bett im Zimmer finden, um die Kosten zu teilen, aber es ist ein Kingzizebett.

Dafür ist es wieder richtig schön ruhig hier. Fast schon gespenstisch. Allerdings gibt es in Pacific Harbour zwei Anbieter für den eigentlichen Grund meines Aufenthaltes:

Shark Diving

Der DiveShop, der zu diesem Resort gehört, hat schon für den Rest der Woche fully booked. Ich habe Glück, der andere hat direkt für morgen früh was frei.

Deshalb storniere ich gleich Tag zwei und drei wieder, die ich hier schon gebucht hatte.

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Jetzt ist alles geklärt und ich habe noch den ganzen Nachmittag für einen Strandspaziergang frei.

Ich finde wieder viele Blue Stingers, die an den Strand gespült werden. Es tut wohl höllisch weh, wenn man die auf die Haut bekommt. Mit ihrer durchsichtigen Blase schwimmen sie an der Oberfläche.

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Das wunderschöne teuer wirkende Resort, das sich links im Gebüsch versteckt, scheint komplett leer zunsein. Offenbar bleiben gerade die moneypocketschweren Gäste nach dem Zyclon noch aus.

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Strandkunst

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Strandschönheiten

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Die liebe 10 jährige Sarah hat mich am Strand kennengelernt. Am liebsten hätte sie mich mit nach Hause genommen.

Während unserer Fotosession kommt ein Herr und fragt mich um Hilfe. Sein Auto ist im Sand stecken geblieben. Ich war recht erstaunt, dass er mich fragte, was am besten zu tun sei. Und so haben wirs dann gemacht.

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14.3.2016

Es regnet die ganze Nacht wie aus Eimern. Ich hoffte, es würde bis zu unserer Bootsfahrt zum Divespot aufhören. Das ist das erste, was ich heute Morgen sehe, als ich aus der Tür trete:

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Das ist das zweite:

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Tja, und dann die zwei Tauchgänge mit den Sharks.

Blöd, dass ich wieder Panik habe in der Tiefe. Es ist so ein Gefühl von: „ich sollte nicht unter Wasser sein, sondern da oben an der Luft!“ Es ist sogar noch viel schlimmer, als das letzte Mal. Vielleicht, weil wir diesmal auf dreißig Meter abtauchen. Nichtmal die riesigen Haie (etwa 40 Bullsharks, bis zu knapp 4m Länge) helfen mir gegen die Panik. Mir klopft das Herz bis zum Hals. Einerseits muss ich unbedingt rauf an die Luft und andererseits kommen die Haie gerade erst und ich bin einfach fasziniert von ihnen. Ich will unbedingt unten bleiben. Dennoch ist es so schlimm, dass ich einem der Guides das Zeichen gebe, dass etwas nicht in Ordnung ist. Er will mit mir aufsteigen, aber ich mache das „unten bleiben“ Zeichen und nehme statt dessen seine Hand. Das hilft zum Glück auch diesmal. Sehr langsam kann ich mich beruhigen und wieder die Haie genießen.

Wir haben etwa eine Viertelstunde auf dreißig Meter. Hier liegen wir auf dem Rand eines toten Riffs. Die Haie werden mit Thunfischköpfen gefüttert. Das ist schon schön, das riesige Maul mit den spitzen Zähnen offen zu sehen. Vor allem, weil es nur eine Armspanne entfernt ist. Die Haie tummeln sich wirklich direkt vor unseren Augen. Und sie haben so schöne goldene!

Dann haben wir noch ca. 15 Minuten auf 15 Metern, wo wir viele Riffhaie sehen, graue, Weißspitzen und Schwarzspitzen. Sie werden auch angefüttert. Außerdem schwimmen so viele große und kleine andere Fische herum, dass ich teils garnicht mehr die Haie sehen kann.

Am Ende gibt es noch einen Safety Stop auf 4 m. Haie, andere Fische, Korallen, diesmal alles in bunt.

Auf dem Boot haben wir eine knappe Stunde Pause, dann geht es ein zweites Mal für 40 Minuten in die Tiefe. Auf einem anderen Riff in 15 Metern. Einen der lethal BullSharks berühre ich sogar, so nah schwimmen sie um uns herum.

Verdammt, das war ungefähr das größte, das ich je erlebt habe!

Dave aus Canada ist im gleichen Resort. Er fragt, ob wir uns das Video nicht teilen könnten. Er kann es gleich vom USB-Stick auf sein Laptop übertragen und dann kann ich den Stick haben. Blöd nur, dass die Sticks morgen erst fertig sind. (Das ist sicher von den Seilschaften geschickt eingefädelt). Also teile ich auch noch den Raum mit Dave.

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Das ist nicht Dave.

Aber das

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Suva

Zwei Mal übernachte ich wieder im Bamboo bei Nadi. Hier sind mir schon die Abläufe bekannt, es gibt Wifi und alles, was man sonst so braucht. Ein guter „Hafen“.

Hier kann man gut Pause machen und von hier kann man sich auch prima die weitere Reise organisieren.

Sonja will auf der Hauptinsel zuerst zur Coral Coast. Ich will zuerst nach Suva. Die Suche nach einem Bikini habe ich noch nicht aufgegeben.

Also reise ich nun zum ersten Mal allein.

Zwei Mal übernachte in Colo i Suva. Das beste an diesem zauberhaften Ort im Regenwald ist die paradiesische Ruhe.

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Es ist kaum mal ein Mensch hier zu sehen. Einige Soldaten aus Australien und NZ sind hier untergebracht. Sie helfen bei den Aufbauarbeiten.

Der Bus in die Stadt fährt häufig und ist überaus billig. Es passt gerade, dass mein ganzer Tag ein Samstag ist (12.3.). Da ist Markt in der Stadt.

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Mir vergeht bei 30 Grad im Schatten spontan die Lust auf Fisch.

Das Obst ist aber spitzenklasse und wird größtenteils in der Markthalle verkauft. In NZ hat es ja leider nicht geklappt, mal an einem Markttag in einer Stadt zu sein. Jetzt decke ich mich großzügig mit vollreif geerntetem Obst ein: Melone, Babybananen und Papajas. Das ist mal ein herzerfrischendes Geschmackserlebnis.

Außerdem sind meine Haare endlich kürzer (die waren von Wind und Salzwasser dauernd schrecklich verknotet). Der Salon sieht so aus:

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Ich meine, der Boden, der mit schwarzen Haaren bedeckt ist (ein Besen war noch nicht erfunden), kann auch zur Abwechslung mal einige blonde vertragen.

Als ich dran bin, steht hinter mir ein vielleicht sieben-jähriger Junge und schaut mich mit großen Augen an, bis der Frisör mit mir fertig ist. Das sehe ich im Spiegel. Obwohl ich traurig um meine langen Haare bin, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen.

Der einzige nette Ort in Suva: die Mauer unter dem Baum

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Es gibt in Suva sogar einen Bikini für mich. Aber ich suche schnell wieder die Ruhe des Hostels. So viele Menschen!

Seit gestern lerne ich mein erstes Fiji Lied. Das habe ich mir im YouTube rausgesucht. Es ist sehr romantisch, so kennt ihr mich ja. Au tagi lo, so heißt es.

 

Blue Lagoon

7.3.2016

Am Morgen nutze ich die Zeit bis zur Abfahrt, indem ich ausgiebig Schnorcheln gehe. Und habe wieder wunderbare Tiererlebnisse.

Mit einer großen dunkelgrünen Humpheadwrasse und einem blue fin Trevally.

Ressort: Blue Lagoon; 2 Nächte

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Hier, auf dieser besonders schönen Insel…

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…geht es ähnlich weiter:

Lunch,
Snorkel Trip mit dem Boot (allerdings ist hier das Riff fast komplett zerstört und es gibt dementsprechend nur ein paar kleine Fische),
zum ersten Mal wieder Wifi, ich kann immerhin gerade mal Emails abfragen,
Schnorcheln am Beach, Relaxen am/im Pool…

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…Dinner, aber hochherrschaftlich,
viel zu kurz Kavamusik.

8.3.2016

Der Mountain Walk mit Rose ist das heutige Highlight.

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Am frühen Abend ist so goldenes Licht…

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Bei der Musikrunde mit Kava singe ich mal wieder BobbyMcGee. Danach legt
der Fiji Bluesman sich voll ins Zeug.

Für Kava wird die Wurzel des Kavabaumes zu Pulver zerstampft und dann werden die Wirkstoffe in Wasser gelöst. Es macht relaxt und müde. Tatsächlich kann ich davon mal gut schlafen. Hier wird es traditionell jeden Abend zur Hausmusik getrunken.

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9.3.2016

Einer ganz lieben Frau, die unsere Betten macht, schenke ich meinen roten Sari. In Nadi/Bamboo bewahre ich den Rest des Tuches auf. Daraus kann ich mir einen neuen schneiden.

Abschied von den Inseln

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Manta Ray

5.3.2016

Manta Ray; 2 Nächte

Ich bin auf der dreistündigen Bootsfahrt schrecklich müde und lege mich aufs Oberdeck unter die Stühle.

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Bei der Ankunft gehe ich wie ein Schaf mit und bekomme die Begrüßung und die Erläuterungen wie aus weiter Ferne mit.

Der Sturm hat die Palmen ordentlich mitgenommen. Sie werden in drei Wochen bereits wieder schön buschig aussehen. Das Riff und die Korallen um dieser Insel sind verschont geblieben, da sie geschützt zwischen weiteren Inseln liegen.

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Es gibt dann noch Probleme mit meinem Bett in dem eiskalten 32 BettenDorm. Nach dem Schnorcheln finde ich nirgends einen ruhigen Platz im Schatten (in der Lodge ist hässliche laute Musik und in der Mitte des Resorts dröhnen die Generatoren).

Schließlich finde ich links vom Resort einen klitzekleinen Strand zwischen Schatten spendenden Felsen. Da verbringe ich den Rest des Tages. Auf einmal ist wieder Ebbe und Abend.
Das Essen ist bisher wenig und schlecht. Vor allem schlecht organisiert. Deshalb dauert das Diner 2 Stunden.

6.3.2016

Endlich Buffetfrühstück, endlich satt!
Gleich danach Höhlentauchen bis 18 Meter.
Ich bekomme unversehens Panik, weil ich beim Abtauchen nur blau sehe und das Gewicht mehr zieht (1,5 kg mehr, da ich sonst nur tiefer tauchen konnte, wenn ich komplett ausgeatmet hatte).
Einer der Guides hält mich an den Flossen fest, damit ich nicht zu schnell auftauche. Nachdem ich mich kurz beruhigt habe, bitte ich ihn, mich beim Abtauchen an die Hand zu nehmen. So geht es.
Allerdings habe ich dauerhaft Probleme mit dem Auftrieb. So, dass ich die verzweigte Höhle kaum genießen kann.
Kurz danach geht’s schon zum zweiten Tauchgang: Haitauchen 14 Meter.
Am Ende sehen wir zwei mittelgroße (1,5 Meter) graue Riffhaie, die sich von Putzerfischen die Zähne putzen lassen und hier hin und her schwimmen. Meine ersten Haie mit offenem Mund.
Damit sich hinterher das Duschen lohnt, gehe ich gleich nach dem Lunch Schnorcheln. Dort entdecke ich einen Weißspitzenhai (ca. 1 Meter), der einen Halbkreis um mich schwimmt, dann in Richtung Ufer. Ich schwimme zu Sonja, die dort schnorchelt, aber sie hat ihn nicht gesehen.
Überhaupt: ein richtig guter Schnorchelspot hier direkt vor dem Resort.
Der restliche Nachmittag ist der wichtigsten FijiTätigkeit vorbehalten: relaxen. Das meiste davon im Rückzug am kleinen Strand.

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Bounty

3.3.2016

Am Morgen klettere ich nochmal auf den Berg.
Das waren irgendwie überhaupt nicht entspannende Tage. Aber superschön.

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Insel Bounty; 2 Nächte

Auf das Boot warten wir… Ach ja, FijiTime.
Die Ankunft: wow, ist das schön!

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Und ich hab natürlich schon vom Boot aus gesehen, dass ich hier endlich (!) ein SUP ausleihen kann. Sogar kostenlos. Ach, ist das schön.

Hier gibt es richtig Luxusessen, einen Pool, Tischtennis, Billard und eine Coctailbar.
Außerdem kann man auch kostenlos Schnorchel und Kayaks ausleihen. Das Schnorchelriff ist wieder direkt vor dem Haus. Mit SUP oder Kayak ist man spätestens in einer Stunde rund um die Insel gefahren. Hier wurden sogar Haie gesehen. Leider nicht von mir.
Ich vertrage die Air Condition im Dorm nicht und die Crew ist so nett, mir ein kleineres Zimmer mit nur 6 Betten zu geben. Das habe ich alleine. Was für ein Genuss!

4.3.2016

Für den Vormittag habe ich eine Fiji Total Body Massage gebucht. 1 Stunde Muskeln bearbeiten lassen und entspannen.
Bald danach werden 15 Schildkröten freigelassen, die ungefähr ein Jahr lang hier aufgezogen wurden. Sie sind ca. 20 cm groß. Es berührt mich, wie sie erst kurz erstaunt um sich schauen und dann mehr oder weniger hurtig in die Brandung laufen.
Dann mache ich eine kurze Bootstour mit. Die kleinen Fische des Riffs werden mit Brot gefüttert.
Die Inseltour mit dem SUP ist anstrengender, als ich dachte.  Zur obligatorischen Entspannung schnorchle ich noch ein bisschen. Dann dümple ich eine Weile im Pool. So läßt es sich aushalten.
Anstatt mir die Abend- und Abschiedmusik anzuhören, gehe ich in mein Zimmer, schreiben.

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Mana

28.2.2016

Insel Mana; 4 Nächte

Die Fahrt mit dem kleinen Boot direkt vom HostelBambooStrand aus dauert ca. 50 Minuten.

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Einige von den acht Leuten auf dem Boot kennen wir schon vom Bamboo, die restlichen ein bis zwei Handvoll, die gerade auf der Insel sind, sind schnell kennengelernt. Allerdings gibt es hier einen schnellen GästeWechsel: jeden Tag kommen und gehen ein paar. Irgendwann schaltet jeder ab und bleibt mehr oder weniger bei seinen Bekannten oder neuen Freunden.
Die Wohnsituation: wir haben Strom von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Wasser fließt manchmal, aber ich muss fast kotzen, als ich damit Zähne putzen will. Angeblich besteht es halb aus Regenwasser und halb aus gefiltertem Meerwasser. Aber es stinkt schlimm, als ich zum Spülen Wasser aus dem Hahn in den Mund nehme. Ab da nehme ich mir eine Tasse Flaschenwasser mit. Mit Sonja und Lea habe ich ein Dreibettzimmer, die anderen schlafen im Dorm.
Es gibt drei Mahlzeiten einfaches, aber sehr gutes Essen, jeder bekommt einen Teller voll. Für mich ist es meist genau richtig viel.
Diese Insel wird auch Partyinsel genannt. Das bedeutet, dass zwei dicke Lautsprecher recht befremdlich vor dem Eingang stehen und der Schattenplatz draußen, der unser Hauptaufenthaltsraum ist, jeden Abend mit der gleichen CD beschallt wird. Für mich zu laut und zu technisch. Ich habe hier allerdings wenig zu melden, denn ich bin, wie schon seit 10 Wochen, eindeutig in der Minderheit. Die meisten sind 24, die ältesten 31. Die sind aber auch schon Ausnahme.
Ja und dann, das wichtigste: das schöne Wetter genießen und entspannen! Jou, das ist genau das, was ich will und brauche: ein bisschen schnorcheln, ein bisschen rumhängen und ganz viel nichts tun. Essen gemacht kriegen. Mit den anderen zum Sonnenuntergang auf den kleinen Hügel spazieren.

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Nach dem Essen sollen wir in vier Gruppen ein Quiz spielen. Da bin ich schon komplett fertig von den Strapazen des Tages. Als die Musik aufgedreht wird, flüchte ich ins Bett (das Brett unter der Matratze ist ganz genauso präsent, wie in unserem NZ Van. Das bedeutet: weiterhin auf dem Rücken schlafen.

29.2.2016

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Tukay, der ScubaDiveInstructor, war gestern nicht auf Mana. So kann ich erst heute mit dem Tauchkurs beginnen. Ich denke, das wird vielleicht ein bisschen eng, vier Tauchgänge und die Prüfung in drei Tagen. Mal sehen. Die Bootsfahrt zum Riff ist für 9:00 Uhr geplant. Mit FijiTime ergibt das letztendlich 11:30 Uhr. Ausgemacht ist zunächst ein Schnuppertauchgang. Wenn ich merken würde, dass es körperlich oder vielleicht panikmäßig nicht gehen würde, könnte ich es dabei belassen und müsste nur den Schnuppertag bezahlen.
Na, Tukay wusste schon genau, was er tat. Ich bekam gefühlt drei Minuten Übungen im flachen Wasser. Zum Beispiel sollte ich den Regulator unter Wasser aus dem Mund nehmen und statt dessen mit seinem zweiten Mundstück weiter atmen. Oder die Brille halb voll laufen lassen und dann mit der Nase wieder frei pusten.
Dann fuhren wir gleich mit einigen anderen zu einem Riff. Dort sind wir auf 14 Meter abgetaucht. Tukay hat mich in der ersten Viertelstunde immer an der Hand oder untergehakt. Das gibt mir Sicherheit. Bald zeigt er mir den ersten Hai. Ein Babyhai. Kurze Zeit später schwimmt ein gut 1 Meter langer Riffhai unter uns durch. Ich habe überhaupt keine Angst. Schon weil ich sehe, der Mund ist klein und zu. Und ich vertraue Tukay. Ohne ihn an der Hand zu haben, sehe ich noch zwei weitere. Außerdem eine wunderschöne mittelgroße Schildkröte, natürlich eine Menge kleinere bunte Fische. Das ganze in einem Paradies aus knallfarbenen bizarren Korallen.
Klar, ich war sofort addicted (means: süchtig, verfallen, ergeben).
Wieder an Land bekomme ich ein zwei Zentimeter dickes Buch. Auf Englisch. Fünf Kapitel. Alles lernen.
Nee, jetzt will ich erstmal bisschen quatschen, bisschen runterkommen und entspannen. Ich muss ja heute nicht alles…
Am späten Nachmittag kann ich endlich lernen und schaffe mit Mühe bis zum Dinner Kapitel Nr. 1.
Dafür bekomme ich von Tukay noch seinen Laptop in die Hand gedrückt. Ich soll heute Nacht drei von fünf 45 Minuten-Filmen schauen.

1.3.2016

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Morgens hauptsächlich Übungen im flachen Wasser. Artur aus Lettland, der russische Volkslieder mag, und sein Freund Christian machen mit.
Christian kapiert aus irgendeinem Grund garnichts. Wir müssen daher oft lange warten, bis wir mit den Übungen wieder dran sind. Das geht soweit, dass ich nachher in dem brühwarmen Wasser friere und Christian weggeschickt wird, weil er auch noch unfreundlich reagiert.
Beim richtig Tauchen im tieferen Wasser sehen wir zwei Stachelrochen und einen großen Platax.
Lernen. Ich verlege mich darauf, nur noch die Fragen zu beantworten und nur im Zweifel mal den Text zu lesen. Es Dauert dennoch soooo lange! Vor dem Abendessen habe ich das Buch fertig.

Nach dem Abendessen muss ich noch zwei Filme schauen.

2.3.2016

Morgens der dritte Tauchgang im Einzelunterricht. Gleich zu Beginn stimmt was mit meinem Atemgerät nicht. Die Membran klemmt ein bisschen. Ich muss im tiefen Wasser auf mein alternatives Atemgerät wechseln. Dann noch die Brille abnehmen und wieder aufsetzen und am Ende einen Notfallaufstieg proben.
Zu sehen gabs zwei kleine Nacktschnecken…
Kaum draußen bekomme ich noch ein Heftlein zum Lernen. Ooooch, nein!
Gleich danach geht es zum letzten Tauchgang. Mit two Blue Spotted Stingrays. Leider wurde das Wasser von Mal zu Mal immer trüber. Selbst Tukay wundert sich. Er meint, vielleicht kommt noch vom Zyclon aufgewühltes Wasser von der Hauptinsel.
Danach habe ich Zeit, mich zu duschen und etwas auszuruhen. Und schon geht es weiter mit der Prüfung. Wie sich herausstellt, mache ich alle vier Zwischenprüfungen und das sogenannte Examen auf einmal. 90 Fragen. Garnicht mal so schwer, aber auf englisch und viel! Ich merke, wie ich richtig schlimm in Stress komme. Die arme Sonja kommt in unser Zimmer und wird von mir recht hart zurecht gewiesen, dass ich jetzt gerne Ruhe hätte.

Als ich den Haufen Kartoffeln endlich fertig geschält habe (um mal mit Hotzenplotz’s Seppel zu gehen), sacke ich richtig zusammen. Damit ich nicht noch übel drauf komme, gehe ich etwas am nächtlichen Strand spazieren.

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