Chinaplan

18.10.2015 Sonntag, Chinaplan

China ist groß, verdammt! Da ist guter Rat…naja, nicht unbedingt teuer, aber wertvoll.

Ich fühl mich zerrissen, wo soll ich hin?

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Am Donnerstag waren ein Mitarbeiter von meinem Partner mit seiner Frau bei uns zu Besuch. Der Mitarbeiter vertritt für die Firma meines Partners die chinesischen Angelegenheiten und spricht und schreibt (!) fließend chinesisch. Mit seiner chinesischen Frau hat er auch schon oft in den Ferien China bereist. Also lag es nah, sie beide um Tips zu bitten:

Wenn ich so zwei bis drei Wochen durch China reisen will und dann in Lhasa landen, welche Route macht dann Sinn?

Was lohnt sich zu sehen, wenn ich Städte nicht mag, aber Naturschauplätze schätze? Und ganz bestimmt mag ich nicht im Wahnsinnstempo von Ort zu Ort gekarrt werden.

Ich bekam daraufhin einige Städte des Südwestens von China aufgezählt, samt den Eindrücken, die sie hinterließen.

Heute habe ich noch meine Eltern angerufen, die waren vor wenigen Jahren fast 4 Wochen „drüben“. Erstaunlich: sie erzählten fast das gleiche!

Hm, ich google noch „backpacking china“, vielleicht ist ja alles super überlaufen und teuer…

Auch hier treffe ich sofort auf eine Seite, die mir fast die gleichen Ergebnisse liefert.

Städte auf einer Karte suchen…ruckzuck war die Route klar:

  • Hongkong oder Shezhen zum Durchstarten
  • Guilin, Lijiang River
  • Yangshuo, Radfahren
  • Kunming, akklimatisieren auf 2000m Höhe
  • Dali, historische Steinstadt
  • Lijiang, TigerSprungSchlucht und Radfahren
  • Shangri La
  • Lhasa

Jetzt habe ich einen chinesichen Reiseveranstalter angeschrieben. Sie besprechen eine gewünschte Route auch am Telefon auf deutsch (!). Und ich hoffe, sie helfen mir mit den Visa.

Und dann : wow! und juhuu

 

Juhuuu

6.10.2015

Gestern hat es endlich geklappt:

  • wir haben die Flüge nach Neuseeland, mit (halbwegs) gesicherter Kühlkette für die Medis
  • 20.12. ist Abflug, am 22.12. sind wir abends in Auckland
  • wir haben einen Camper
  • und mein Partner fliegt – viel zu früh – am 12. 01.2016 via SanFrancisco wieder heim

Außerdem habe ich gerade erfahren, dass eine Menge Impftiter in Ordnung sind. Das erleichtert die Sache ungemein

Sind ja prima Aussichten

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Warten

4.10.2015

Letzten Montag (heute ist Sonntag) hat unser Reisebüromann gemeint, er wartet noch auf Rückmeldung von den Fluglinien, ob die meine Medis on board kühlen. Nun warten wir immernoch. Sind dann überhaupt noch Plätze frei und gibt es noch Camper?

Am 30.9. war ich im Tropeninstitut (siehe da). Die schroffe Oberärztin hat es sicher gut gemeint, als sie mich eindringlich vor den Gefahren der Reise gewarnt hat.

Mich hats erst runtergezogen (echt, so schlimm?), gleichzeitig hat es meinen Trotz heraufbeschworen (ich will aber!). Aus dieser Zwickmühle kam ich dann dadurch raus, dass ich mir sagte: ok, ich weiß, sie übertreibt, schließlich sieht sie dauernd nur die schlimmen Fälle, die dann bei ihr in der Klinik landen. Aber, ich nehme ihre Warnungen ernst. Und informiere mich besser, wie hoch sind die Risiken und was kann ich für meine Gesundheit noch tun.

TBC

Da habe ich ein gutes Gefühl. Schließlich fahre ich nicht in Hochrisikoländer. Und auch nicht abseits von jeglicher Zivilisation.

Andere Infektionen, wie Dengue

Höhenkrankheit

Tibet ist schon etwas abseits. Vor allem, wenn ich einen Trail in der Gruppe gehen will. Ein kleiner Schocker ist, dass Lhasa bereits 3600m hoch liegt. Ich könnte, anstatt von Shanghai (0m) aus zu fliegen, auch in 48 h mit dem Zug von Peking fahren. Da hat man aber nur ein paar Stunden gute Akklimation, der Rest ist zu tief oder zu hoch (Pass über 5000m). Der Zug hat sogar „Sauerstoffeinspritzung“.

Die beste Lösung scheint zu sein, in Xining auf 2000m einige Tage Aufenthalt zu haben und dann mit dem Zug nach Lhasa zu fahren.

Am liebsten wäre mir eine geplante Reise durch China (2Wochen) nach der letzten Infusion in Tokyo am 5.5.. Dann Ein paar Tage auf gut 2000 m akklimatisieren und dann 2 Wochen TibetTrail.